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Nachschlagewerk

Glossar: Haushaltshilfe & Lohnabrechnung

Von AHV bis Vereinfachtes Verfahren: 60 Begriffe rund um die legale Anstellung einer Haushaltshilfe in der Schweiz, jeweils mit der kurzen Antwort zuerst.

13. Monatslohn

Ein zusätzlicher Monatslohn pro Jahr: geschuldet nur, wenn er vereinbart ist oder der kantonale NAV ihn vorschreibt.

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Das OR schreibt ihn nicht vor, einzelne kantonale NAV schon (Bern und Tessin). Im Monatslohn wird er meist im Dezember ausbezahlt, bei Austritt anteilig. Im Stundenlohn kommt er als Zuschlag von 8.33 % auf jeden Lohn. Ist er vereinbart, gehört er schriftlich in den Arbeitsvertrag. Nicht verwechseln mit dem Ferienzuschlag von 8.33 %, der die Ferien abgilt.

AHV (Alters- und Hinterlassenenversicherung)

Die staatliche Altersvorsorge (1. Säule): obligatorisch ab dem ersten Franken Lohn, auch im Privathaushalt.

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Zusammen mit IV und EO zahlen Arbeitgeber und Angestellte je 5.3 % des Bruttolohns, total 10.6 %. Die Freigrenze für kleine Nebenerwerbe gilt im Privathaushalt nicht. Ausnahmen: Jugendliche bis Ende des Jahres, in dem sie 17 werden, sind befreit; Junge bis 25 Jahre mit höchstens CHF 750 Lohn im Jahr beim selben Haushalt ebenfalls, ausser sie verlangen die Abrechnung. Angemeldet wird bei der Ausgleichskasse Ihres Wohnkantons.

ALV (Arbeitslosenversicherung)

Die Arbeitslosenversicherung: je 1.1 % des Lohns für Arbeitgeber und Angestellte, auf Löhnen bis CHF 148'200 pro Jahr.

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Sie gilt in beiden Verfahren, auch bei wenigen Stunden pro Woche. Die Beitragspflicht endet mit dem AHV-Referenzalter. Abgerechnet wird sie zusammen mit AHV, IV und EO über die Ausgleichskasse.

Arbeitsbewilligung (B, C, G, L)

Ausländische Angestellte brauchen eine gültige Bewilligung, je nach Aufenthalt B, C, G oder L.

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B ist die Aufenthaltsbewilligung (für EU/EFTA meist 5 Jahre gültig), C die Niederlassung nach 5 bis 10 Jahren, G die Bewilligung für Grenzgängerinnen, L für Kurzaufenthalte bis 12 Monate. Personen aus Drittstaaten bekommen für Hausarbeit nur in Ausnahmefällen eine Bewilligung. Prüfen Sie die Bewilligung vor dem ersten Arbeitstag: Wer ohne gültige Bewilligung beschäftigt, riskiert eine Busse.

Arbeitsvertrag

Die Abmachung über Lohn, Arbeitszeit, Ferien und Kündigung: auch mündlich gültig, schriftlich aber viel sicherer.

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Dauert die Anstellung länger als 1 Monat, muss der Arbeitgeber die wichtigsten Punkte ohnehin schriftlich mitteilen (Art. 330b OR). Nur schriftlich gültig sind unter anderem eine längere oder keine Probezeit, andere Kündigungsfristen und Überstunden ohne Zuschlag. Wo der Vertrag schweigt, gelten der kantonale NAV und das OR. Clino erstellt den Arbeitsvertrag nach OR und NAV in mehreren Sprachen.

Arbeitszeit & Überstunden

Die Vollzeit-Woche legt der kantonale NAV fest: je nach Kanton 42 bis 54 Stunden.

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Überstunden werden mit dem Lohn plus 25 % bezahlt (Art. 321c OR), ausser es ist schriftlich etwas anderes vereinbart oder sie werden im Einverständnis mit gleich viel Freizeit ausgeglichen. Das Arbeitsgesetz gilt im Privathaushalt nicht: Pausen, Ruhezeit und freie Tage regeln das OR und der NAV Ihres Kantons.

Arbeitszeugnis

Das Dokument über Art und Dauer der Anstellung, auf das die Angestellte jederzeit Anspruch hat (Art. 330a OR).

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Das Vollzeugnis beurteilt auch Leistung und Verhalten, die Arbeitsbestätigung nennt nur Art und Dauer; die Angestellte wählt. Das Zeugnis muss wahr und vollständig sein und zugleich wohlwollend formuliert. Während der Anstellung heisst es Zwischenzeugnis.

Assistenzbeitrag (IV)

Geld der IV, mit dem Menschen mit einer Hilflosenentschädigung, die zu Hause leben, ihre Assistenzpersonen selbst anstellen: CHF 35.30 pro Stunde.

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Wer ihn bezieht, ist Arbeitgeber: Arbeitsvertrag, Anmeldung bei der Ausgleichskasse, Unfallversicherung und Lohnabrechnung gehören dazu, und jeden Monat geht eine Rechnung mit Stundennachweis an die IV-Stelle. Die IV zahlt ab dem Monat der Anmeldung, nach der Verfügung auch rückwirkend, wenn die Arbeitsverträge schon bestanden. Ehe- und Lebenspartner sowie Verwandte in gerader Linie (Eltern, Kinder, Grosseltern, Enkel) und die eigene gesetzliche Vertretung, zum Beispiel der Beistand, dürfen nicht angestellt werden, Geschwister schon. Eine Assistenzperson arbeitet höchstens 44 Stunden pro Woche, in Ausnahmefällen bis 50 Stunden.

Au-pair

Eine junge Person aus dem Ausland, die bei einer Gastfamilie wohnt, Kinder betreut und im Haushalt hilft, gegen Taschengeld, Kost und Logis und einen Sprachkurs.

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Für die AHV ist das eine Anstellung: Die Gastfamilie meldet Taschengeld plus Kost und Logis (CHF 990 im Monat) bei der Ausgleichskasse an und versichert das Au-pair ab dem ersten Tag gegen Unfall. Die Kriterien: höchstens 30 Stunden pro Woche inklusive Hausarbeit, ein ganzer freier Tag pro Woche, ein eigenes Zimmer und ein Sprachkurs. Das Taschengeld wird im Vertrag vereinbart; ein Mindestlohn gilt nicht, solange alle Kriterien erfüllt sind (belegt für Basel-Stadt, Neuenburg, Tessin und Zürich). Fehlt eines, gilt der NAV Hauswirtschaft mit seinen Mindestlöhnen. Ausnahme mit eigenem Mindestlohn für Au-pairs: Genf. Aus Drittstaaten geht es nur über eine zugelassene Organisation (Art. 48 VZAE).

Ausgleichskasse

Die kantonale Stelle, bei der Sie Ihre Haushaltshilfe für AHV, IV, EO, ALV und Familienzulagen anmelden.

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Zuständig ist die Ausgleichskasse Ihres Wohnkantons. Beide Verfahren laufen über sie: Im vereinfachten rechnen Sie einmal pro Jahr ab, inklusive 5 % Quellensteuer; im ordentlichen zahlen Sie Akontobeiträge und reichen Ende Jahr die Lohnmeldung ein. Dazu kommen Verwaltungskosten der Kasse.

Befristeter Arbeitsvertrag

Ein Arbeitsvertrag mit festem Enddatum: Er endet an diesem Tag von selbst, ohne Kündigung (Art. 334 OR).

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Eine Probezeit gibt es nur, wenn Sie sie vereinbaren, höchstens 3 Monate. Vorzeitig kündigen kann man nur, wenn der Vertrag das ausdrücklich vorsieht; sonst bleiben eine einvernehmliche Auflösung oder eine fristlose Kündigung aus wichtigem Grund. Krankheit oder Schwangerschaft verschieben das Enddatum nicht. Arbeitet die Angestellte nach dem Enddatum stillschweigend weiter, wird der Vertrag unbefristet. Befristete Verträge ohne sachlichen Grund immer wieder zu verlängern (Kettenvertrag) kann als Umgehung des Kündigungsschutzes gelten.

Berufsunfall (BU) & Nichtberufsunfall (NBU)

Die zwei Teile der Unfallversicherung: BU deckt Unfälle bei der Arbeit, NBU Unfälle in der Freizeit.

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BU ist immer obligatorisch, die Prämie zahlt der Arbeitgeber. NBU kommt dazu, sobald die Angestellte beim selben Arbeitgeber mindestens 8 Stunden pro Woche arbeitet; diese Prämie darf vom Lohn abgezogen werden. Darunter gilt ein Unfall auf dem Arbeitsweg als Berufsunfall, Freizeitunfälle deckt ihre eigene Krankenkasse.

BVG (Berufliche Vorsorge / 2. Säule)

Die berufliche Vorsorge (2. Säule): obligatorisch, sobald der Jahreslohn beim selben Arbeitgeber CHF 22'680 übersteigt.

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Wer wenige Stunden pro Woche arbeitet, bleibt meist darunter; eine freiwillige Versicherung ist möglich. Liegt der Lohn darüber, muss der Haushalt die Angestellte bei einer Pensionskasse versichern und mindestens die Hälfte der Beiträge zahlen. Ein Lohn über CHF 22'680 passt ausserdem nicht mehr ins vereinfachte Verfahren.

Chèque service (Chèque emploi)

Ein Dienst in der Westschweiz, der Haushalten gegen eine Gebühr die Anmeldung und Abrechnung der Sozialversicherungen abnimmt.

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Ein vom Kanton unterstütztes System hat nur Genf; in der Waadt, im Wallis, in Freiburg, Neuenburg und im Jura bieten Vereine oder Firmen einen Chèque emploi an. Das Tessin hat kein kantonales System, aber einen privaten Anbieter; in der Deutschschweiz gibt es nichts Vergleichbares. Die Stelle meldet an, zieht die Beiträge ein und leitet sie an die Kassen weiter, inklusive Unfallversicherung. Arbeitgeber bleibt aber der Haushalt: Arbeitsvertrag, Ferien, Lohnfortzahlung, Kündigung und Arbeitszeugnis bleiben Ihre Sache. Die Gebühr kommt zu den Sozialversicherungsbeiträgen dazu und steigt mit dem Lohn.

EO (Erwerbsersatzordnung)

Die Erwerbsersatzordnung ersetzt einen Teil des Lohns bei Militär- und Zivildienst, Mutterschaft und Vaterschaft.

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Ihr Beitrag ist in den 5.3 % für AHV/IV/EO bereits enthalten, die Arbeitgeber und Angestellte je zahlen. Sie melden die EO also nicht separat an. Die Entschädigung zahlt die Ausgleichskasse, bei Mutterschaft und Vaterschaft 80 % des Lohns, höchstens CHF 220 pro Tag.

Familienzulagen (Kinder- und Ausbildungszulagen)

Monatliche Zulagen für Kinder: mindestens CHF 215 Kinderzulage und CHF 268 Ausbildungszulage, in vielen Kantonen mehr.

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Die Kinderzulage gibt es bis zum 16. Geburtstag, die Ausbildungszulage danach höchstens bis zum 25. Geburtstag, solange das Kind in Ausbildung ist. Anspruch hat auch eine Haushaltshilfe, wenn ihr Lohn eine Mindestgrenze erreicht; ausbezahlt wird über die FAK des Arbeitgebers. Arbeitet sie für mehrere Haushalte, ist der mit dem höchsten Lohn zuständig.

Feiertage

Bundesrechtlich ist nur der 1. August ein bezahlter Feiertag; weitere regeln der kantonale NAV und der Arbeitsvertrag.

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Einzelne kantonale NAV schreiben 8–9 bezahlte Feiertage vor (Basel-Stadt, Genf, Schaffhausen, Tessin und Wallis). Im Monatslohn sind Feiertage bereits bezahlt. Im Stundenlohn werden sie direkt bezahlt oder als Zuschlag abgegolten: Ein Feiertag entspricht rund 0.4 % des Jahreslohns.

Ferienanspruch

Jede Angestellte hat pro Jahr mindestens 4 Wochen bezahlte Ferien, bis zum 20. Geburtstag 5 Wochen (Art. 329a OR).

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Das gilt auch bei Teilzeit: Die Angestellte hat gleich viele Wochen frei, jeweils an ihren üblichen Arbeitstagen. Mindestens 2 Wochen müssen am Stück möglich sein; den Zeitpunkt bestimmt der Arbeitgeber, nimmt aber Rücksicht auf ihre Wünsche. Während der Anstellung dürfen Ferien nicht mit Geld abgegolten werden (Art. 329d OR). Ausnahme ist der Stundenlohn bei unregelmässigen Einsätzen: Dort wird der Ferienlohn meist als Ferienzuschlag mit jedem Lohn bezahlt, 8.33 % bei 4 Wochen, 10.64 % bei 5 Wochen. Der kantonale NAV kann mehr Ferien vorsehen.

Ferienzuschlag

Die Ferien als Prozentzuschlag auf dem Stundenlohn: 8.33 % bei 4 Wochen Ferien, 10.64 % bei 5 Wochen.

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Erlaubt ist das nur bei unregelmässigen Einsätzen, und der Zuschlag muss auf jeder Lohnabrechnung separat stehen. Bei regelmässigem Pensum müssen die Ferien laut Bundesgericht (4A_357/2022) als bezahlte Freizeit gewährt werden. Anspruch: mindestens 4 Wochen, bis zum 20. Geburtstag 5 Wochen (Art. 329a OR); die meisten kantonalen NAV geben ab 50 Jahren ebenfalls 5 Wochen. Nicht verwechseln mit den 8.33 % für einen 13. Monatslohn.

Gratifikation

Eine freiwillige Sonderzahlung, etwa ein Weihnachtsbonus: Ob und wie viel, entscheidet grundsätzlich der Arbeitgeber (Art. 322d OR).

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Anders als der 13. Monatslohn ist sie nicht fest geschuldet. Wird sie aber drei Jahre in Folge ohne Freiwilligkeitsvorbehalt bezahlt, entsteht ein Anspruch. Schreiben Sie deshalb bei jeder Zahlung dazu, dass sie freiwillig ist. Die Gratifikation ist AHV-pflichtig und gehört auf die Lohnabrechnung.

Grenzgänger

Grenzgängerinnen wohnen im Ausland, arbeiten in der Schweiz und kehren mindestens einmal pro Woche nach Hause zurück (Bewilligung G).

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Die Sozialversicherungen laufen in der Regel über die Schweiz, wie bei allen Angestellten. Bei der Quellensteuer zählen Wohnland und Arbeitskanton: Wohnt sie in Frankreich und arbeitet in einem dieser Kantone (Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Jura, Neuenburg, Solothurn, Waadt und Wallis), wird in der Schweiz nichts abgezogen, sofern sie jedes Jahr die Ansässigkeitsbescheinigung abgibt. In den übrigen Kantonen wird die Quellensteuer abgezogen, mit Sonderregeln je nach Wohnland.

Haftung & Haftpflicht

Eine Haushaltshilfe haftet für Schäden nur eingeschränkt: bei leichter Fahrlässigkeit meist gar nicht oder nur zu einem kleinen Teil.

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Massgebend ist Art. 321e OR: Berücksichtigt werden das Berufsrisiko, die Ausbildung, die Fähigkeiten und der Lohn. Bei grober Fahrlässigkeit oder Absicht haftet sie voll. Verrechnen dürfen Sie einen Schaden nur mit dem pfändbaren Teil des Lohns. Ob ihre eigene Privathaftpflicht solche Schäden deckt, hängt von der Police ab.

Hilflosenentschädigung

Eine monatliche Leistung von AHV, IV oder Unfallversicherung für Menschen, die im Alltag dauerhaft auf Hilfe angewiesen sind, in drei Graden: leicht, mittel, schwer.

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Sie hängt nicht von Einkommen oder Vermögen ab und wird bei der IV-Stelle beantragt. Wer zu Hause lebt und eine Hilflosenentschädigung der IV bezieht, kann zusätzlich den Assistenzbeitrag beantragen und damit Assistenzpersonen selbst anstellen. Erst dann wird man Arbeitgeber, mit Vertrag, Ausgleichskasse und Lohnabrechnung.

IV (Invalidenversicherung)

Die Invalidenversicherung zahlt Eingliederungsmassnahmen und Renten, wenn jemand wegen Krankheit oder Unfall dauerhaft nicht mehr arbeiten kann.

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Der Beitrag ist in den 5.3 % für AHV/IV/EO enthalten, die Arbeitgeber und Angestellte je zahlen. Mit der AHV-Anmeldung ist die Angestellte also auch bei der IV versichert. Für die ersten Monate einer Krankheit ist nicht die IV zuständig, sondern die Lohnfortzahlung oder die KTG.

KTG (Krankentaggeldversicherung)

Die Krankentaggeldversicherung zahlt meist 80 % des Lohns, wenn die Angestellte krank ist und nicht arbeiten kann.

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In 15 Kantonen verlangt sie der NAV des Arbeitskantons, in den übrigen ist sie freiwillig. Sie zahlt typischerweise bis 720 Tage. Ohne KTG zahlt der Arbeitgeber den Lohn selbst weiter, nach der Skala des NAV oder der Gerichte. Wo der NAV sie verlangt, trägt der Arbeitgeber in der Regel mindestens die Hälfte der Prämie.

Kündigungsfrist

Nach der Probezeit gilt laut OR: 1 Monat im 1. Dienstjahr, 2 Monate im 2. bis 9. Dienstjahr, 3 Monate ab dem 10. Dienstjahr, jeweils auf Monatsende.

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Einzelne kantonale NAV sehen schon im 1. Dienstjahr längere Fristen vor (Appenzell Ausserrhoden und Uri). Kürzere Fristen sind nur schriftlich und in engen Grenzen möglich. Die Kündigung ist auch mündlich gültig, beweisen lässt sie sich aber nur schriftlich; sie muss vor Beginn der Frist bei der Gegenseite eintreffen. In der Probezeit gelten kürzere Fristen.

Kündigungsschutz (Sperrfristen)

Nach der Probezeit darf der Arbeitgeber während bestimmter Sperrfristen nicht kündigen, etwa bei Krankheit, Unfall oder Schwangerschaft der Angestellten (Art. 336c OR).

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Bei Krankheit oder Unfall dauert der Schutz im 1. Dienstjahr 30 Tage, im 2. bis 5. Dienstjahr 90 Tage und ab dem 6. Dienstjahr 180 Tage; bei Schwangerschaft die ganze Schwangerschaft und 16 Wochen nach der Geburt. Auch Militär-, Zivil- und Zivilschutzdienst sind geschützt. Eine Kündigung während einer Sperrfrist ist nichtig und muss danach neu ausgesprochen werden. Wurde vorher gekündigt, steht die Frist still, läuft danach weiter und verlängert sich in der Regel bis zum nächsten Monatsende. Unabhängig davon bleibt eine missbräuchliche Kündigung (Art. 336 OR) zwar gültig, kann aber eine Entschädigung von bis zu 6 Monatslöhnen kosten.

Live-in-Betreuung (24-Stunden-Betreuung)

Eine Betreuerin, die im Haushalt der betreuten Person wohnt und sie im Alltag begleitet: Wer sie direkt anstellt, ist Arbeitgeber mit allen Pflichten.

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Das gilt auch, wenn Sie sie für einen Angehörigen anstellen: AHV-Anmeldung ab dem ersten Franken, Unfallversicherung und Lohnabrechnung gehören dazu. Kost und Logis sind Naturallohn und kommen mit CHF 990 im Monat zum Barlohn dazu. Arbeitszeit, Präsenzzeit, Ruhezeit und freie Tage regelt der NAV Hauswirtschaft des Kantons, in dem gearbeitet wird. Betreuung rund um die Uhr heisst nicht, dass eine Person ununterbrochen arbeitet: Bereitschaft auf Abruf ist keine Freizeit und muss entschädigt werden, und für Ruhezeiten, freie Tage und Ferien braucht es eine Ablösung. Stellt eine Agentur die Betreuerin im Personalverleih, ist die Agentur Arbeitgeberin.

Lohnausweis

Die jährliche Bescheinigung des Lohns für die Steuererklärung der Angestellten; im vereinfachten Verfahren braucht es keinen.

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Im ordentlichen Verfahren stellen Arbeitgeber ihn bis Ende Februar aus und geben ihn der Haushaltshilfe. Eine Kopie ans kantonale Steueramt verlangen nur acht Kantone (BS, BE, FR, JU, NE, SO, VD und VS; in Luzern ist es freiwillig), sonst reicht die Übergabe an die Angestellte. Im vereinfachten Verfahren stellt die Ausgleichskasse der Angestellten nach der Lohndeklaration selbst eine Steuerbescheinigung aus, und die Quellensteuer ist damit pauschal abgegolten. Einzelne Kassen empfehlen trotzdem einen Lohnausweis; nötig ist er nicht.

Lohnfortzahlung im Krankheitsfall

Kann die Angestellte wegen Krankheit nicht arbeiten, zahlt der Arbeitgeber den Lohn eine begrenzte Zeit weiter: im 1. Dienstjahr mindestens 3 Wochen (Art. 324a OR).

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Die Pflicht gilt, wenn die Anstellung länger als 3 Monate dauert oder dafür vereinbart ist. Danach wächst die Dauer mit den Dienstjahren, nach der Skala des kantonalen NAV oder nach der Berner, Basler oder Zürcher Skala. Eine gleichwertige KTG ersetzt die Pflicht: Sie zahlt dann meist 80 % des Lohns während bis zu 720 Tagen.

Lohnnebenkosten

Was der Haushalt zusätzlich zum Bruttolohn für die Sozialversicherungen bezahlt: rund 7.9 % bis 9.8 % des Bruttolohns, je nach Kanton.

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Darin stecken der Arbeitgeberanteil an AHV/IV/EO (5.3 %) und ALV (1.1 %), der FAK-Beitrag (1.025 % bis 2.85 %, je nach Kanton) und die Prämie für Berufsunfälle (BU). Dazu kommen die Verwaltungskosten der Ausgleichskasse, rund 0.15 % bis 0.53 % des Lohns. Je nach Fall kommen der Arbeitgeberanteil an der KTG (in 15 Kantonen verlangt der NAV sie) und an der BVG (bei einem Jahreslohn über CHF 22'680) dazu. Ferienzuschlag und 13. Monatslohn sind keine Lohnnebenkosten, sondern Lohn: Auch auf ihnen fallen Beiträge an.

Mehrere Arbeitgeber

Arbeitet eine Putzfrau für mehrere Haushalte, ist jeder Haushalt ein eigener Arbeitgeber und meldet sie selbst an.

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Jeder Haushalt rechnet getrennt mit seiner Ausgleichskasse ab, auch wenn es dieselbe Kasse ist, und versichert sie selbst gegen Unfall. Die Schwellen gelten pro Arbeitgeber und werden nicht zusammengezählt: 8 Stunden pro Woche für die NBU, CHF 22'680 Jahreslohn für die BVG und für das vereinfachte Verfahren. Die AHV gilt in jedem Haushalt ab dem ersten Franken. Erreicht sie bei keinem Haushalt 8 Stunden, deckt ihre eigene Krankenkasse Freizeitunfälle. Die Familienzulagen zahlt die Familienausgleichskasse des Haushalts mit dem höchsten Lohn.

Meldeverfahren (Kurzeinsätze EU/EFTA)

Wer eine Person aus der EU/EFTA höchstens 3 Monate pro Kalenderjahr beschäftigt, braucht keine Bewilligung, muss den Einsatz aber online melden.

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Die Meldung muss spätestens am Tag vor Arbeitsbeginn eingehen; bei Reinigung in Haushalten ist schon ein einzelner Arbeitstag meldepflichtig. Sie ersetzt die AHV-Anmeldung nicht: Der Lohn ist trotzdem ab dem ersten Franken AHV-pflichtig, und eine Unfallversicherung braucht es auch. Dauert die Anstellung länger, braucht es eine Bewilligung L oder B vom kantonalen Migrationsamt. Personen aus Drittstaaten brauchen immer eine Bewilligung.

Mindestlohn

Der NAV Hauswirtschaft des Bundes setzt verbindliche Mindestlöhne pro Stunde: CHF 20.35 ungelernt, CHF 22.30 mit 4 Jahren Erfahrung oder EBA, CHF 24.55 mit EFZ.

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Er gilt in allen Kantonen ausser Genf, sobald eine Angestellte im Durchschnitt mehr als 5 Stunden pro Woche beim selben Haushalt arbeitet. Einige Kantone haben eigene, höhere Mindestlöhne: Genf CHF 24.59, Basel-Stadt CHF 22.20 (nur unter 5 Std./Woche, ab 5 Std. geht der NAV vor), Jura CHF 21.40 (nur unter 5 Std./Woche, ab 5 Std. geht der NAV vor), Neuenburg CHF 21.35 und Tessin CHF 20.00. Es gilt jeweils der höhere Betrag, und massgebend ist der Kanton, in dem gearbeitet wird. Genf regelt die Hauswirtschaft mit einem eigenen NAV.

Mutterschaftsentschädigung

Nach der Geburt bekommt eine angemeldete Angestellte während 14 Wochen 80 % ihres Lohns, höchstens CHF 220 pro Tag, bezahlt über die EO.

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Kantonales Recht kann mehr vorsehen (Genf: 16 Wochen). Voraussetzung: in den 9 Monaten vor der Geburt AHV-versichert und davon mindestens 5 Monate erwerbstätig. Das gilt auch für Haushaltshilfen, aber nur mit angemeldetem Lohn: Schwarz bezahlte Löhne zählen nicht.

Naturallohn (Kost und Logis)

Wohnen und Essen, die eine Angestellte im Haushalt erhält, zählen als Lohn: Die AHV bewertet volle Kost und Logis mit CHF 33 pro Tag, CHF 990 im Monat.

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Der Betrag kommt zum Barlohn dazu. Auf der Summe werden AHV/IV/EO, ALV, FAK, Unfallversicherung und gegebenenfalls die Quellensteuer berechnet; die Abzüge gehen aber nur vom Barlohn ab. Die Summe zählt auch für die Grenze des vereinfachten Verfahrens und für die BVG-Schwelle von CHF 22'680. Gibt der Haushalt nur einzelne Mahlzeiten oder nur das Zimmer, gilt der entsprechende Teilbetrag (Art. 11 AHVV). Das betrifft vor allem Au-pairs und Betreuerinnen, die im Haushalt wohnen.

Nettolohn / Bruttolohn

Der Bruttolohn ist der vereinbarte Lohn vor Abzügen, der Nettolohn das, was die Angestellte ausbezahlt bekommt.

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Vom Bruttolohn gehen ihre Anteile ab: 5.3 % für AHV/IV/EO, 1.1 % für die ALV, ab 8 Stunden pro Woche die NBU-Prämie und im vereinfachten Verfahren 5 % Quellensteuer. Ein häufiger Fehler ist, einen Nettolohn zu vereinbaren: Dann tragen Sie alle Abzüge zusätzlich. Obendrauf zahlt der Haushalt rund 7.9 % bis 9.8 % des Bruttolohns für AHV/IV/EO, ALV, FAK und BU, plus die Verwaltungskosten der Kasse.

Probezeit

Der erste Monat ist von Gesetzes wegen Probezeit; in dieser Zeit können beide Seiten mit 7 Tagen Frist kündigen (Art. 335b OR).

Mehr dazu

Eine längere Probezeit (höchstens 3 Monate) oder gar keine muss schriftlich vereinbart werden. Einige kantonale NAV haben eigene Regeln, etwa kürzere Probezeiten. Krankheit, Unfall oder Militärdienst während der Probezeit verlängern sie entsprechend.

Quellensteuer

Eine Steuer, die der Arbeitgeber direkt vom Lohn abzieht und für die Angestellte abliefert.

Mehr dazu

Im vereinfachten Verfahren gilt sie für alle Angestellten, auch für Schweizerinnen und Personen mit Bewilligung C: pauschal 5 %, abgerechnet über die Ausgleichskasse, und damit ist die Steuer auf diesem Lohn abgegolten. Im ordentlichen Verfahren betrifft sie nur ausländische Angestellte ohne Bewilligung C; der Satz hängt von Kanton, Zivilstand, Kindern und Lohn ab, abgerechnet wird mit der kantonalen Steuerverwaltung.

Scheinselbstständigkeit

Wer im Haushalt nach Anweisung arbeitet, ist rechtlich angestellt, auch wenn sie eine Rechnung schreibt.

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Typische Zeichen: feste Tage und Zeiten, Material und Anweisungen vom Haushalt, kein eigenes Unternehmerrisiko. Stellt die Ausgleichskasse das fest, stuft sie die Tätigkeit als unselbstständig ein und der Haushalt zahlt die Beiträge nach. Eine Rechnung allein ändert daran nichts: Selbstständig ist nur, wer von der Ausgleichskasse als selbstständig anerkannt ist und mehrere Kundinnen auf eigenes Risiko bedient.

Schwarzarbeit

Arbeit ohne Anmeldung bei AHV und Unfallversicherung: im Privathaushalt auch bei wenigen Stunden nicht erlaubt.

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Fliegt sie auf, drohen dem Haushalt eine Geldstrafe (Art. 87 AHVG) und die Nachzahlung der Beiträge, in der Regel für bis zu 5 Jahre, mit Verzugszins. Nach einem Unfall zahlt die Ersatzkasse UVG die Leistungen, verlangt vom Haushalt aber Ersatzprämien (Art. 95 UVG). Die Angestellte verliert AHV-Beitragsjahre und hat bei Krankheit oder Mutterschaft oft keinen Anspruch.

Sozialversicherungen

Obligatorisch sind AHV/IV/EO, ALV, Familienzulagen (FAK) und die Unfallversicherung (UVG); je nach Lohn und Kanton kommen BVG und KTG dazu.

Mehr dazu

Die Angestellte trägt ihren Anteil über Lohnabzüge. Der Haushalt zahlt obendrauf rund 7.9 % bis 9.8 % des Bruttolohns plus Verwaltungskosten. Die BVG kommt bei einem Jahreslohn über CHF 22'680 dazu, die KTG in den 15 Kantonen, deren NAV sie verlangt.

Spesen

Auslagen, die die Angestellte für den Haushalt vorstreckt, etwa für Einkäufe oder Fahrten; sie sind kein Lohn.

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Belegte Spesen werden zusätzlich zum Lohn zurückerstattet (Art. 327a OR) und separat auf der Lohnabrechnung aufgeführt. Weil sie kein Lohn sind, fallen darauf keine Sozialversicherungsbeiträge an. Pauschalen, die höher sind als die tatsächlichen Kosten, gelten dagegen als Lohn.

Steuerabzug (Haushaltshilfe)

Die Kosten für eine Putzfrau können Sie in der Regel nicht von den Steuern abziehen; die Betreuung von Kindern unter 14 Jahren dagegen schon.

Mehr dazu

Putzen gilt als private Lebenshaltung (Art. 34 DBG), auch wenn die Angestellte angemeldet ist. Die Kinderbetreuung durch Dritte, auch durch eine Nanny, ist abziehbar, wenn sie wegen Erwerbstätigkeit oder Ausbildung der Eltern nötig ist (Art. 33 Abs. 3 DBG): bei der direkten Bundessteuer höchstens CHF 25'800 pro Kind und Jahr, bei der Kantonssteuer je nach Kanton CHF 8'000 bis CHF 27'300. Es zählt nur der Anteil des Lohns für die Kinderbetreuung, nicht der für Hausarbeit. Hilfe im Haushalt wegen einer Behinderung kann als behinderungsbedingte Kosten abziehbar sein. Belegen müssen Sie die Kosten, etwa mit Lohnabrechnungen, den Abrechnungen der Ausgleichskasse und dem Arbeitsvertrag (im ordentlichen Verfahren auch mit dem Lohnausweis): Mit einer angemeldeten Anstellung haben Sie diese Belege.

Stundenlohn

Bezahlung pro geleistete Stunde, üblich bei wenigen oder unregelmässigen Einsätzen.

Mehr dazu

Der Stundenlohn darf den Mindestlohn des NAV nicht unterschreiten. Ferien dürfen nur bei unregelmässigen Einsätzen als Zuschlag ausbezahlt werden (8.33 % bei 4 Wochen, 10.64 % bei 5 Wochen); bei regelmässigem Pensum müssen sie laut Bundesgericht (4A_357/2022) als bezahlte Freizeit bezogen werden. Ein 13. Monatslohn kommt als Zuschlag von 8.33 % dazu, wenn er vereinbart ist oder der NAV ihn vorschreibt.

Suva

Die grösste Unfallversicherung der Schweiz; für Privathaushalte ist sie aber nicht zuständig.

Mehr dazu

Haushalte versichern ihre Angestellten bei einem privaten Unfallversicherer oder, im vereinfachten Verfahren, über VAVplus bei der Anmeldung. Ob Suva oder privat: Die Leistungen nach UVG sind dieselben.

Treuepflicht & Sorgfaltspflicht

Die Angestellte muss sorgfältig arbeiten und die berechtigten Interessen des Haushalts wahren (Art. 321a OR).

Mehr dazu

Dazu gehören Diskretion über das Privatleben der Familie, sorgfältiger Umgang mit Schlüsseln und Eigentum und keine Nebenarbeit, die dem Haushalt schadet. Eine Verletzung kann zu Schadenersatz oder zur Kündigung führen, in schweren Fällen zur fristlosen.

UVG (Unfallversicherung)

Die obligatorische Unfallversicherung für alle Angestellten, auch im Privathaushalt und ab der ersten Arbeitsstunde.

Mehr dazu

Ab 8 Stunden pro Woche beim selben Arbeitgeber deckt sie auch Freizeitunfälle (NBU), darunter nur Berufsunfälle inklusive Arbeitsweg. Die BU-Prämie zahlt der Arbeitgeber, die NBU-Prämie darf vom Lohn abgezogen werden; über VAVplus betragen sie 0.505 % und 1.432 % des Lohns. Fehlt die Versicherung, zahlt die Ersatzkasse UVG nach einem Unfall trotzdem, verlangt vom Haushalt aber Ersatzprämien (Art. 95 UVG). Krankheit deckt die UVG nicht.

Vaterschaftsurlaub

Ein angestellter Vater hat 2 Wochen bezahlten Urlaub, zu beziehen innert 6 Monaten nach der Geburt, finanziert über die EO.

Mehr dazu

Die EO zahlt 80 % des Lohns, höchstens CHF 220 pro Tag. Voraussetzung: in den 9 Monaten vor der Geburt AHV-versichert und davon mindestens 5 Monate erwerbstätig. Das gilt auch für angemeldete Haushaltsangestellte.

VAVplus (Vereinfachtes Abrechnungsverfahren plus)

Eine Zusatzoption zum vereinfachten Verfahren: Die Unfallversicherung (UVG) läuft gleich über die Ausgleichskasse mit.

Mehr dazu

Alle Kantone bieten VAVplus an, aber nur auf Wunsch: Sie müssen es bei der Anmeldung ausdrücklich wählen. Sonst schliessen Sie die Unfallversicherung selbst bei einem Versicherer ab. Mit VAVplus laufen AHV/IV/EO, ALV, FAK, UVG und Quellensteuer über eine einzige Abrechnung.

Vereinfachtes Verfahren (vereinfachte Abrechnung)

Der einfachste Weg, eine Haushaltshilfe anzumelden: eine Abrechnung pro Jahr bei der Ausgleichskasse, Quellensteuer von 5 % inklusive.

Mehr dazu

Möglich, solange jeder Lohn höchstens CHF 22'680 pro Jahr beträgt und alle Löhne des Haushalts zusammen höchstens CHF 60'480. Mit der Kasse rechnen Sie AHV/IV/EO, ALV, FAK und die 5 % Quellensteuer ab, für alle Angestellten, auch Schweizerinnen und Personen mit Bewilligung C. Die Unfallversicherung schliessen Sie separat ab oder wählen VAVplus. Es gibt nur zwei Verfahren: das vereinfachte und das ordentliche.

Verwaltungskosten (Ausgleichskasse)

Die Gebühr, die die Ausgleichskasse zusätzlich zu den AHV/IV/EO-Beiträgen erhebt; sie geht allein zulasten des Arbeitgebers.

Mehr dazu

Sie wird als Prozentsatz der AHV/IV/EO-Beiträge berechnet, nicht des Lohns, und jede Kasse legt ihren Satz selbst fest, bis zu einem Höchstsatz des Bundes (Art. 157 AHVV): je nach Kanton 1.4 % bis 5 % der Beiträge, auf den Bruttolohn umgerechnet rund 0.15 % bis 0.53 %. Einige Kassen verlangen weniger, wenn Sie die Jahresmeldung online einreichen. Die Verwaltungskosten fallen in beiden Verfahren an, stehen auf der Rechnung der Kasse und werden nicht vom Lohn abgezogen.

Zwischenzeugnis

Ein Arbeitszeugnis während der laufenden Anstellung, das die Angestellte jederzeit verlangen kann.

Mehr dazu

Typische Anlässe sind ein Wechsel in der Familie, eine längere Abwesenheit oder eine Bewerbung. Es ist aufgebaut wie das Schlusszeugnis, aber im Präsens geschrieben. Der Arbeitgeber muss es auf Verlangen ausstellen.

Sozialversicherungsbeiträge auf einen Blick

Stand 2026: die wichtigsten Beitragssätze für Privathaushalte als Arbeitgeber, in Prozent des Bruttolohns.

VersicherungArbeitgeberAngestellte
AHV/IV/EO5.3 %5.3 %
ALV, auf Löhnen bis CHF 148'200 pro Jahr1.1 %1.1 %
UVG Berufsunfall (BU)0.505 %kein Anteil
UVG Nichtberufsunfall (NBU), ab 8 Stunden pro Wochekein Anteil1.432 %
FAK, je nach Kanton1.025 %–2.85 %kein Anteil
BVG, ab einem Jahreslohn über CHF 22'680mindestens die Hälftehöchstens die Hälfte
Quellensteuer im vereinfachten Verfahrenkein Anteil5 %

UVG: Sätze von VAVplus, private Versicherer rechnen mit eigenen Prämien. FAK: In Waadt und Wallis zahlen auch die Angestellten einen kleinen Teil. Dazu kommen die Verwaltungskosten der Ausgleichskasse.

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Lohnabrechnung, Abzüge und Anmeldung: Schritt für Schritt mit Clino

Clino berechnet AHV, ALV, UVG-Prämien und alle weiteren Abzüge, erstellt die Lohnabrechnung als PDF, führt Sie durch die Anmeldung bei Ausgleichskasse und Versicherung und erinnert Sie an die Jahresmeldung.

Haftungsausschluss: Die Informationen auf dieser Seite dienen ausschliesslich der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine professionelle Rechts- oder Steuerberatung. Beitragssätze und Schwellenwerte können sich jährlich ändern. Massgebend sind stets die aktuellen Publikationen der AHV-Informationsstelle und der kantonalen Ausgleichskassen.

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