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Lohnempfehlung

Zahlen Sie Ihrer Putzfrau zu wenig? Fairer Lohn 2026: CHF 28-33 pro Stunde

Was ist ein fairer Stundenlohn für eine Putzfrau in der Schweiz? Wir zeigen aktuelle Lohnempfehlungen, regionale Unterschiede und geben Verhandlungstipps - für Arbeitgeber und Arbeitnehmende.

9. April 2026·Lesedauer: 10 min
Kurz erklärt

Ein fairer Stundenlohn für eine Putzfrau liegt 2026 bei CHF 28-33 brutto - je nach Kanton, Erfahrung und Aufgaben.

  • Schweizer Durchschnitt: CHF 30.70/Std. brutto - Genf CHF 34.80, Appenzell I.Rh. CHF 26.20.
  • Gesetzliches Minimum (NAV): ab CHF 20.35 - ein fairer Lohn liegt deutlich darüber.
  • Immer Bruttolohn vereinbaren: bei CHF 30 brutto bleiben ca. CHF 27.66 netto.

Was ist ein fairer Stundenlohn?

Wähle Kanton, Erfahrung und Aufgaben - wir zeigen dir, was fair ist.

Fairer Stundenlohn

CHF 25.50pro Stunde (brutto)

Bandbreite: CHF 23.50 bis 28.00

Für erfahrene Reinigungskraft in Zürich - inkl. regionale Lebenshaltungskosten.

Gesetzliches Minimum (NAV): CHF 22.30+14% über dem Mindestlohn

Als Arbeitgeber:in

CHF 28.00/h

Gesamtkosten/Stunde · inkl. ~10% AHV/UVG/ALV

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Als Putzfrau

CHF 23.50/h

Netto/Stunde · nach ca. 7.8% AHV/IV/EO, ALV, UVG(NBU)

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Beitragssätze 2026 · Stand 17.07.2026·Alle Quellen

Was ist ein fairer Stundenlohn für eine Putzfrau in der Schweiz?

Kurze Antwort: Zwischen CHF 28 und 33 pro Stunde brutto. Das ist die Spanne, in der die meisten Schweizer Privathaushalte ihre Reinigungskraft bezahlen - und in der sich Fairness, Marktüblichkeit und Wertschätzung treffen.

Der schweizweite Durchschnitt liegt bei rund CHF 30.70 brutto pro Stunde. In urbanen Kantonen wie Zürich oder Zug zahlen Arbeitgeber tendenziell mehr, in ländlichen Regionen oder der Romandie etwas weniger.

Warum nicht einfach den Mindestlohn zahlen? Weil der gesetzliche Mindestlohn (NAV Hauswirtschaft) bei CHF 20.35 beginnt - und damit weit unter dem liegt, was eine erfahrene, zuverlässige Reinigungskraft auf dem freien Markt verdient. Wer nur den Mindestlohn zahlt, wird Mühe haben, gute Leute zu finden und zu halten.

Ein fairer Lohn ist kein Almosen - er ist die Grundlage für eine stabile, langfristige Arbeitsbeziehung. Wer gut zahlt, bekommt Zuverlässigkeit, Sorgfalt und Loyalität zurück.

Stundenlohn nach Kanton - die Schweizer Lohnkarte

Die regionalen Unterschiede sind beachtlich. In Genf liegt der durchschnittliche Bruttolohn bei rund CHF 34.80 pro Stunde, während er in ländlichen Kantonen wie Appenzell oder Uri teils unter CHF 27 liegt.

Die interaktive Karte zeigt die marktüblichen Durchschnittslöhne pro Kanton. Nutzen Sie diese als Orientierung - nicht als starre Vorgabe.

Interaktive Lohnkarte

ZHBELUURSZFRSOBLSHSGGRAGTGTIVDVSNEGEJU
CHF 25-27CHF 28-30CHF 31-33CHF 34+Klicken Sie auf einen Kanton

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Klicken Sie auf einen Kanton, um die Putzfrau-Kosten und Lohnspannen zu sehen.

Detaillierte Aufschlüsselung im Artikel Putzfrau-Kosten nach Kanton.

Höchste Durchschnittslöhne

  • Genf - CHF 34.80
  • Zürich - CHF 31.75
  • Schwyz - CHF 31.50

Tiefere Durchschnittslöhne

  • Appenzell I.Rh. - CHF 26.20
  • Tessin - CHF 27.50
  • Waadt - CHF 28.00

Quelle: Auswertung von Haushaltslohn-Daten, Stand 2026. Die Werte sind Durchschnitte und können je nach Qualifikation und Aufgaben abweichen.

Was beeinflusst den Stundenlohn einer Putzfrau?

Der faire Lohn ist keine fixe Zahl - er hängt von mehreren Faktoren ab. Wenn Sie als Arbeitgeber den Lohn festlegen oder als Reinigungskraft verhandeln, sollten Sie diese Punkte kennen:

1

Berufserfahrung

Eine Putzfrau mit 5+ Jahren Erfahrung in Privathaushalten kennt Materialien, Abläufe und heikle Oberflächen. Das rechtfertigt CHF 2-4 mehr pro Stunde als bei einer Berufseinsteigerin.

2

Region und Lebenshaltungskosten

In Zürich, Zug oder Basel sind die Lebenshaltungskosten hoch - der Lohn muss das widerspiegeln. In ländlichen Kantonen kann die Spanne etwas tiefer liegen.

3

Aufgabenspektrum

Nur Staubsaugen und Wischen? Oder auch Fenster putzen, Wäsche bügeln, Kühlschrank reinigen? Je breiter das Aufgabenspektrum, desto höher sollte der Lohn sein.

4

Regelmässigkeit und Pensum

Wer jede Woche 4 Stunden kommt, bietet Planbarkeit. Das ist wertvoll. Unregelmässige Einzeleinsätze können einen Aufschlag rechtfertigen.

5

Qualifikation und Sprachkenntnisse

Ein EFZ-Abschluss in Hauswirtschaft oder gute Deutschkenntnisse können den Lohn um CHF 1-3/Std. erhöhen. Auch spezielle Kenntnisse (z.B. ökologische Reinigung) zählen.

6

Referenzen und Vertrauen

Eine Reinigungskraft, die seit Jahren bei anderen Familien arbeitet und gute Referenzen hat, verdient mehr. Vertrauen ist im Haushalt unbezahlbar.

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Lohn verhandeln - Tipps für Arbeitgeber

Ein gutes Lohngespräch ist kein Tauziehen. Es ist eine Investition in eine Arbeitsbeziehung, die funktioniert. Hier sind fünf Tipps:

1. Informieren Sie sich vorher

Schauen Sie sich die kantonalen Durchschnittslöhne an (siehe Karte oben). So kommen Sie mit einer realistischen Vorstellung ins Gespräch - nicht mit einer Fantasiezahl.

2. Zahlen Sie über dem Mindestlohn

Der NAV-Mindestlohn von CHF 20.35 ist ein absolutes Minimum, kein Richtwert. Wer in diesem Bereich bleibt, signalisiert: Mir ist diese Arbeit nicht viel wert. Das ist Gift für die Motivation.

3. Berücksichtigen Sie Anfahrt und Material

Muss Ihre Putzfrau 45 Minuten anreisen? Bringt sie eigene Reinigungsmittel mit? Dann sollte sich das im Lohn niederschlagen - oder Sie stellen Material und zahlen die Anfahrt separat.

4. Bieten Sie Lohnerhöhungen an

Nach einem Jahr guter Zusammenarbeit ist eine Erhöhung von CHF 1-2/Std. angemessen. Das kostet Sie wenig, zeigt aber grosse Wertschätzung - und verhindert, dass Ihre Putzfrau abwandert.

5. Sprechen Sie offen über den Lohn

Viele Arbeitgeber drücken sich um das Thema. Dabei ist Transparenz die Grundlage. Sagen Sie klar, was Sie zahlen können, und fragen Sie, was Ihre Haushaltshilfe erwartet. Meistens trifft man sich in der Mitte.

Praxis-Tipp: Erstellen Sie direkt einen Arbeitsvertrag mit dem vereinbarten Lohn. Das schafft Klarheit und Vertrauen von Anfang an. Arbeitsvertrag-Vorlage

Einen fairen Lohn vorschlagen

Maria

online

Guten Tag Frau Meier, dürfte ich fragen, mit welchem Stundenlohn Sie rechnen?

14:05

Gerne, Maria. Ich orientiere mich am NAV und an Ihrer Erfahrung: Ich schlage einen Stundenlohn von 30 Franken vor, plus 8,33 % Ferienentschädigung. Nach einem Jahr schauen wir die Anpassung gemeinsam an. Wäre das fair für Sie?

14:19

Das finde ich sehr fair, vielen Dank. Einverstanden!

14:22
Nachricht
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Lohn verhandeln - Tipps für Arbeitnehmende

Sie arbeiten als Putzfrau oder Reinigungskraft und finden, dass Sie zu wenig verdienen? Dann wird es Zeit für ein Gespräch. Hier sind fünf Tipps:

1. Kennen Sie Ihren Marktwert

Schauen Sie sich die Durchschnittslöhne in Ihrem Kanton an. Wenn Sie deutlich darunter liegen, haben Sie ein starkes Argument. CHF 25 in Zürich ist zu wenig - das wissen auch Ihre Arbeitgeber.

2. Listen Sie Ihre Stärken auf

Erfahrung, Zuverlässigkeit, Flexibilität, Sprachkenntnisse, spezielle Fähigkeiten - all das hat einen Wert. Machen Sie eine Liste und bringen Sie diese ins Gespräch ein.

3. Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt

Nach einem Jahr guter Zusammenarbeit, nach positivem Feedback oder wenn sich Ihre Aufgaben erweitert haben - das sind gute Momente für eine Lohnverhandlung.

4. Nennen Sie eine konkrete Zahl

Sagen Sie nicht 'Ich möchte mehr'. Sagen Sie: 'Ich finde, CHF 31 pro Stunde wäre fair, weil...' Das zeigt, dass Sie sich informiert haben und wissen, was Sie wert sind.

5. Bestehen Sie auf Bruttolohn und Abrechnung

Ein Nettolohn ohne Abrechnung bedeutet oft: Schwarzarbeit. Sie verzichten damit auf AHV, Unfallversicherung und Arbeitslosengeld. Das ist es nie wert.

Mehr über Ihre Rechte als Haushaltshilfe erfahren Sie im Artikel Deine Rechte als Putzfrau. Und wenn Sie selbstständig starten möchten: Als Putzfrau arbeiten - der komplette Guide.

Unsicher, welcher Stundenlohn wirklich fair ist? Mit unserem Stundenlohn-Rechner für Putzfrauen berechnen Sie Ihren fairen Lohn pro Stunde in wenigen Sekunden.

Fairer Lohn vs. Mindestlohn - was ist der Unterschied?

Der Mindestlohn ist das gesetzliche Minimum. Der faire Lohn ist das, was der Markt und die Wertschätzung hergeben. Dazwischen liegen oft CHF 8-12 pro Stunde.

Der NAV Hauswirtschaft schreibt diese Mindestlöhne vor (Gelernte mit EBA: gleicher Ansatz wie 4+ Jahre Erfahrung):

CHF 20.35
Ungelernt
CHF 22.30
4+ Jahre Erfahrung
CHF 24.55
Mit Fachausweis

Diese Sätze sind verbindliche Minima - keine Empfehlung. In der Praxis zahlen die meisten Haushalte CHF 28-33, also deutlich mehr. Und das ist richtig so.

Wer den Mindestlohn unterschreitet, riskiert rückwirkende Lohnforderungen und Bussen. Die Details dazu finden Sie im Artikel Mindestlohn Putzfrau 2026.

Eine Übersicht über alle gesetzlichen Grundlagen bietet der NAV Hauswirtschaft erklärt.

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Häufige Fragen zum Putzfrau-Lohn

Wie viel verdient eine Putzfrau in der Schweiz pro Stunde?

Der Durchschnitt liegt bei CHF 30.70 brutto pro Stunde. Je nach Kanton, Erfahrung und Aufgaben variiert der Stundenlohn zwischen CHF 26 und 35. Ein fairer Lohn liegt zwischen CHF 28 und 33.

Was kostet eine Putzfrau pro Stunde für den Arbeitgeber?

Neben dem Bruttolohn (z.B. CHF 30) zahlen Sie als Arbeitgeber noch rund 6-8% Sozialabgaben (AHV, ALV, UVG, FAK) plus Ferienzuschlag. Total kommen Sie auf ca. CHF 35-38 pro Stunde. Nutzen Sie den Clino Rechner für eine exakte Berechnung.

Was ist der Unterschied zwischen Stundenlohn und Monatslohn?

Im Privathaushalt wird fast immer ein Stundenlohn vereinbart. Ein Monatslohn lohnt sich erst bei grösseren Pensen (ab ca. 10 Std./Woche). Der Ferienzuschlag wird beim Stundenlohn direkt aufgeschlagen.

Soll ich den Lohn brutto oder netto vereinbaren?

Immer brutto. Eine Nettolohn-Vereinbarung ist zwar nicht verboten, führt aber bei der Abrechnung zu Komplikationen. Der Arbeitgeber muss die Sozialabgaben nachberechnen - und zahlt am Ende mehr als geplant.

Wie verhandle ich als Putzfrau eine Lohnerhöhung?

Informieren Sie sich über den kantonalen Durchschnittslohn, listen Sie Ihre Erfahrung und Stärken auf, und nennen Sie eine konkrete Zahl. Ein guter Zeitpunkt ist nach einem Jahr Zusammenarbeit oder wenn sich Ihre Aufgaben erweitert haben.

Muss ich meine Putzfrau bei der AHV anmelden?

Ja, ab dem ersten Franken. Die einzige Ausnahme: Jugendliche bis zum Jahr, in dem sie 25 werden, mit höchstens CHF 750 Lohn pro Jahr. Sonst ist die Anmeldung bei der Ausgleichskasse Pflicht.

Mehr zum Putzfrau-Lohn in der Schweiz

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Leistungen sind gesetzliche Mindestwerte (Stand 2026): Ferien mind. 4 Wochen (OR 329a), AHV ab dem 1. Franken, UVG-Unfallschutz, Lohnfortzahlung bei Krankheit (OR 324a, Richtwert, kantonal verschieden). FAK ist kantonal, die NAV-Mindestloehne sind national einheitlich (Stand 2026). Diese Uebersicht dient der Orientierung und ersetzt keine Rechtsberatung.

Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino

Geprüft Juli 2026