Rechner
Stundenlohn-Rechner für Putzfrauen: Verdienst du genug?
Lohn-Check
Dein gesetzliches Minimum
CHF 20.35
pro Stunde, brutto, ohne Ferienzuschlag
NAV Hauswirtschaft, gilt ab 5 Stunden pro Woche
Stadt Zürich (CHF 23.90) und Winterthur (CHF 23.00): beschlossen, aber noch nicht in Kraft. Bis dahin gilt der Betrag oben.
Üblich in Zürich: CHF 27 bis 32 (Schätzung)
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Das gesetzliche Minimum beginnt bei CHF 20.35 pro Stunde und steigt mit Erfahrung und Ausbildung bis CHF 24.55. In 3 Kantonen gilt ein höherer kantonaler Mindestlohn. Wähl Kanton und Stufe, gib deinen Lohn ein: du siehst sofort, ob er reicht.
Übrigens: was dein Lohn deinen Arbeitgeber wirklich kostet, zeigt der Kostenrechner für Arbeitgeber.
Was verdienen Putzfrauen in der Schweiz wirklich?
Der NAV Hauswirtschaft, der Normalarbeitsvertrag des Bundes für Privathaushalte, legt drei Mindestlöhne fest. Welcher für dich gilt, hängt von Erfahrung und Ausbildung ab:
Ohne Ausbildung
CHF 20.35/h
Weniger als 4 Jahre Erfahrung im Haushalt. Ab 5 Stunden pro Woche bei derselben Familie darf es nicht weniger sein.
4+ Jahre Erfahrung oder EBA
CHF 22.30/h
Ab 4 Jahren Erfahrung im Haushalt oder mit einer 2-jährigen Lehre (EBA). Viele Familien wissen das nicht: sag es ihnen.
EFZ
CHF 24.55/h
Mit einer 3-jährigen Lehre (EFZ), zum Beispiel als Fachfrau Hauswirtschaft.
Es gilt immer der höchste Ansatz, der bei dir anwendbar ist. In 3 Kantonen liegt der kantonale Mindestlohn über dem NAV: Genf (CHF 24.59), Basel-Stadt (CHF 22.20), Neuenburg (CHF 21.35). Im Jura liegt der kantonale Mindestlohn (CHF 21.40/h) über dem NAV, ab 5 Std./Woche geht aber der NAV vor. Darunter gilt CHF 21.40/h. Tessin hat zwar einen eigenen kantonalen Mindestlohn (CHF 20.00/h), er liegt aber UNTER dem NAV. Dort ist deshalb der NAV-Ansatz von CHF 20.35/h massgebend, nicht der kantonale.
Dazu kommen die Ferien: bei regelmässigen Einsätzen als bezahlte Ferien, bei unregelmässigen als Zuschlag von mindestens 8.33 % auf den Stundenlohn. Wie die Ferienentschädigung genau funktioniert, erklärt der Ratgeber.
Stundenlohn nach Kanton: was ist üblich?
Die Löhne unterscheiden sich stark zwischen den Kantonen. Hier die 12 Kantone mit dem höchsten geschätzten Durchschnittslohn für Haushaltshilfen, alle 26 per Klick:
Stundenlohn nach Kanton
26 KantoneGeschätzter Durchschnittslohn pro Kanton und wo das gesetzliche Minimum ab 4 Jahren Erfahrung liegt.
Durchschnitt: gerundete Schätzung auf Basis der BFS-Arbeitskräfteerhebung (SAKE). Minimum: der höhere Wert aus NAV-Mindestlohn ab 4 Jahren Erfahrung oder EBA und kantonalem Mindestlohn. Ohne Ausbildung kann es tiefer liegen, mit EFZ höher: Dein eigenes Minimum zeigt der Rechner oben. Richtwerte, keine Lohngarantie.
Kommst du aus dem Ausland? Wie der Schweizer Stundenlohn neben dem in deinem Herkunftsland aussieht, zeigt die Weltkarte der Putzfrauen-Löhne.
Die 7 grössten Fehler beim Stundenlohn verhandeln
1. Du kennst deine Stufe nicht
Mit 4 Jahren Erfahrung im Haushalt oder einer EBA-Lehre steht dir mehr zu als beim Einstieg, mit EFZ noch mehr. Viele arbeiten jahrelang zum Einstiegslohn, weil niemand nachgerechnet hat.
2. Du verhandelst netto statt brutto
Der Mindestlohn ist ein Bruttolohn: davon gehen noch die Sozialabzüge ab (siehe Vergleich unten). Sag klar, ob du brutto oder netto meinst, sonst meint jede Seite etwas anderes.
3. Du arbeitest schwarz, weil es mehr netto ist
Kurzfristig vielleicht. Aber ohne Anmeldung fehlen dir AHV-Jahre, und jedes fehlende Jahr kürzt später deine Rente. Bei einem Unfall zahlt zwar die Ersatzkasse UVG, aber du musst erst beweisen, dass du angestellt warst.
4. Du hast nichts Schriftliches
Ein Arbeitsvertrag gilt auch mündlich, und Kündigungsfristen, Ferien und Lohn bei Krankheit gelten auch ohne Unterschrift. Aber ohne Vertrag und Lohnabrechnung ist schwer zu beweisen, was abgemacht war. Was dir sonst noch zusteht, von Ferien bis Kündigungsfrist, erklärt der Ratgeber zu deinen Rechten.
5. Du rechnest die Anfahrt nicht mit
Fährst du für 2 Stunden Arbeit je 30 Minuten hin und zurück, verdienst du auf die ganze Zeit gerechnet nur zwei Drittel deines Stundenlohns. Längere Einsätze oder Familien in der Nähe lohnen sich mehr.
6. Du bringst eigene Putzmittel mit, ohne etwas zu sagen
Material stellt grundsätzlich die Familie. Bringst du mit ihrem Einverständnis eigenes mit, steht dir dafür eine angemessene Entschädigung zu (Art. 327 OR). Sprich das an, bevor du einkaufst.
7. Du sprichst nie über mehr Lohn
Einmal im Jahr darüber zu reden ist normal, vor allem mit mehr Erfahrung oder neuen Aufgaben. Kündige eine Anpassung einen Monat vorher an. Die Nachricht dafür schreibt dir der Rechner oben, mit deinen Zahlen.
Mehr Tipps, Vorlagen und Hilfe findest du auf Clino für Putzfrauen.
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Angemeldet vs. schwarz: was du wirklich verdienst
Schwarz sieht auf den ersten Blick nach mehr Geld aus. Der Vergleich bei CHF 28 pro Stunde:
| Schwarz (CHF 28/h) | Angemeldet (CHF 28/h) | |
|---|---|---|
| Brutto pro Stunde | 28.00 | 28.00 |
| Abzüge AHV/IV/EO und ALV (6.4 %) | 0 | -1.79 |
| Netto pro Stunde | 28.00 | 26.21 |
| AHV-Rente | Diese Jahre fehlen dir | Die Jahre zählen |
| Unfall | Nur über die Ersatzkasse, die Anstellung musst du beweisen | Versichert ab der ersten Stunde (UVG) |
| Lohn bei Krankheit | Steht dir zu, ist aber schwer durchzusetzen | Belegt (Art. 324a OR oder KTG) |
| Arbeitslosenversicherung | Zählt nicht | Zählt als Beitragszeit |
Vereinfacht und vor Steuern. Ab 8 Stunden pro Woche bei derselben Familie kommt die Nichtberufsunfallversicherung (NBU) dazu. Im vereinfachten Verfahren werden 5 % Quellensteuer abgezogen, damit ist die Steuer auf diesem Lohn abgegolten.
An AHV- und ALV-Beiträgen gehen dir angemeldet pro Stunde rund CHF 1.79 ab. Dafür zählen deine Beitragsjahre, und Lohn, Ferien und Unfallschutz sind schriftlich belegt.
Häufige Fragen
Was ist der legale Mindestlohn für Putzfrauen in der Schweiz 2026?
Der NAV Hauswirtschaft des Bundes legt drei Mindestlöhne fest: CHF 20.35/h ohne Ausbildung, CHF 22.30/h ab 4 Jahren Erfahrung oder mit EBA, CHF 24.55/h mit EFZ. Er gilt ab 5 Stunden pro Woche bei derselben Familie. Massgebend ist immer der höchste anwendbare Ansatz: In 3 Kantonen (GE, BS, NE) liegt der kantonale Mindestlohn darüber und gilt dort. Im Jura liegt der kantonale Mindestlohn (CHF 21.40/h) über dem NAV, ab 5 Std./Woche geht aber der NAV vor. Darunter gilt CHF 21.40/h. Tessin hat einen eigenen Mindestlohn von CHF 20.00/h, der aber unter dem NAV liegt. Dort bleiben CHF 20.35/h dein Minimum.
Darf ich mehr verlangen als den Mindestlohn?
Ja. Der Mindestlohn ist die Untergrenze, nicht das Ziel. Üblich sind je nach Kanton im Schnitt etwa CHF 25 bis 31 pro Stunde (gerundete Schätzung auf Basis der BFS-Arbeitskräfteerhebung). Gute Argumente für mehr sind Erfahrung, eine Ausbildung und Zusatzaufgaben wie Bügeln oder Kinderbetreuung.
Was bringt ein Zertifikat wirklich?
Das Clino-Zertifikat ist kein staatlicher Abschluss und ändert deine Stufe im NAV nicht: die hängt von Erfahrung, EBA oder EFZ ab. Es zeigt einer Familie aber, dass du deine Rechte, Sicherheit und professionelles Putzen kennst, und ist ein guter Anlass, über den Lohn zu reden. Der Kurs ist kostenlos und hat 6 kurze Module.
Muss die Familie mich anmelden?
Ja. Wer dich im Privathaushalt beschäftigt, ist dein Arbeitgeber: er meldet dich bei der AHV-Ausgleichskasse an und versichert dich gegen Unfall (UVG), ab der ersten Stunde. Verdienst du bei dieser Familie höchstens CHF 22'680 im Jahr, kann sie das vereinfachte Verfahren nutzen: dann werden 5 % Quellensteuer abgezogen, und damit ist die Steuer auf diesem Lohn abgegolten. Clino bereitet Vertrag, Anmeldung und Lohnabrechnungen für die Familie vor, abschicken tut sie selbst.
Wie erhöhe ich meinen Stundenlohn bei bestehenden Kunden?
Sprich es etwa einen Monat vorher an, kurz und freundlich, per WhatsApp oder persönlich. Nenn den neuen Betrag, ab wann er gelten soll, und einen Grund: mehr Erfahrung, neue Aufgaben, eine Ausbildung oder gestiegene Preise. Einseitig erhöhen kannst du nicht: der neue Lohn gilt, wenn die Familie zustimmt. Die Nachricht mit deinen Zahlen schreibt dir der Rechner oben.
Was mache ich, wenn ein Kunde schwarz zahlen will?
Erkläre ruhig, dass du nur angemeldet arbeitest, weil du AHV-Jahre, Unfallversicherung und Lohn bei Krankheit brauchst. Viele Familien halten die Anmeldung für kompliziert: meist sind es ein Formular bei der Ausgleichskasse und eine Unfallversicherung. Wenn sie trotzdem ablehnt, entscheidest du, ob du bleibst.
Quellen
- SECO: NAV Hauswirtschaft, Mindestlöhne: seco.admin.ch
- BFS: Schweizerische Arbeitskräfteerhebung (SAKE), Grundlage der Lohnschätzung: bfs.admin.ch
- Kanton Genf: kantonaler Mindestlohn: ge.ch
- Kanton Neuenburg: kantonaler Mindestlohn: ne.ch
- Kanton Jura: kantonaler Mindestlohn: jura.ch
- Kanton Basel-Stadt: kantonaler Mindestlohn: bs.ch
- Kanton Tessin: kantonaler Mindestlohn: ti.ch
- BSV: AHV-Beiträge: bsv.admin.ch
Mehr zum Putzfrau-Lohn in der Schweiz
Hinweis: Die Mindestlöhne stammen aus dem NAV Hauswirtschaft und den kantonalen Gesetzen. Die üblichen Löhne sind eine gerundete Schätzung auf Basis der BFS-Arbeitskräfteerhebung. Was du tatsächlich verdienst, hängt von der Familie, deinen Aufgaben und der Verhandlung ab. Der Rechner ist ein Richtwert, keine Rechtsberatung.
Letzte Aktualisierung: 27. September 2026
