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Ratgeber & Planer

Wie viele Stunden Putzfrau brauche ich? Was in 2, 3 oder 4 Stunden realistisch ist

Ihr Stunden-Planer: Aufgaben wählen, Stunden erhalten, Monatsplan erstellen

Drei Schritte: Sie beschreiben Ihre Wohnung und wählen, was Ihre Putzfrau übernehmen soll. Der Planer empfiehlt eine Stundenzahl pro Woche und zeigt, was mit weniger Stunden nicht mehr reinpasst. Ein Klick auf «OK» macht daraus einen Monatsplan zum Kopieren, Drucken oder Verschicken per WhatsApp.

1. Ihr Haushalt

Grösse

Personen

Bäder

2. Was soll Ihre Putzfrau übernehmen?

Immer dabei: die GrundreinigungDas ist die Basis jeder Woche. Sie ist immer eingerechnet.2 h 25 min
  • Böden saugen und wischen, Staub wischen (alle Räume, Flur)1 h 5 min
  • Küche: Arbeitsflächen, Herd, Spüle, Fronten, Boden35 min
  • Bad und WC komplett35 min
  • Rüstzeit: Material, Rundgang, Utensilien versorgen10 min
Jede Woche zusätzlich1 ausgewählt · 8 min

Wählen Sie, was jede Woche dazukommt.

Einmal im Monat (Rotation)5 ausgewählt · 3 h 10 min

Diese Aufgaben verteilt der Planer über die vier Wochen: pro Einsatz eine.

Geschätzter Aufwand

3 h 21 min pro Woche

Richtwerte aus der Praxis von Reinigungsfirmen und erfahrenen Haushaltshilfen (± 20 %). Ihre Putzfrau kennt Ihre Wohnung am besten: gehen Sie den Plan gemeinsam durch.

Ältere Frau mit Brille und grauer Schürze wischt in einer hellen Küche die Arbeitsfläche mit einem gelben Tuch

Die meisten Haushalte bei Clino buchen 2 bis 6 Stunden pro Woche, im Median 4 Stunden. Für die Grundreinigung (Bad, Küche, Böden, Staub) rechnen Sie pro Woche mit 2 Stunden bei 1-2 Zimmern, 3 Stunden bei 3-4 Zimmern und 4 Stunden bei 5 Zimmern. Wäsche, Bügeln und Fenster kommen obendrauf. 3 Stunden pro Woche kosten im Kanton Zürich beim üblichen Lohn von CHF 29 pro Stunde rund CHF 441 im Monat, Ferienzuschlag und Arbeitgeberbeiträge inklusive.

So viele Stunden buchen Clino-Haushalte wirklich

Richtwerte sind das eine. Hier ist, was 36 Haushalte bei Clino mit ihrer Putzfrau tatsächlich vereinbart haben.

4 h

Median pro Woche

2–6 h

Mittlere Hälfte

CHF 30

Bruttolohn im Median

Vereinbarte Wochenstunden, 39 Putzfrauen

  • bis 2 h31 %
  • 2,5–3 h10 %
  • 3,5–4 h23 %
  • 4,5–6 h15 %
  • 6,5–10 h8 %
  • über 10 h13 %

Gebucht werden fast immer runde Pakete: genau 4 Stunden (9×) oder genau 2 Stunden (6×). Genau 3 Stunden, oft als Schweizer Standard bezeichnet, haben nur 2 von 39 vereinbart. Knapp zwei Drittel liegen zwischen 2 und 6 Stunden; jede achte Putzfrau arbeitet mehr als 10 Stunden pro Woche im selben Haushalt.

Der vereinbarte Bruttolohn liegt im Median bei CHF 30 pro Stunde, die mittlere Hälfte zwischen CHF 27.50 und 35 (28 Verträge mit Bruttolohn). Wer netto vereinbart, zahlt im Median CHF 33 netto (11 Verträge). Im Kanton Zürich (18 Putzfrauen) ist das Bild gleich: Median 4 Stunden, CHF 30 brutto.

Methode: 39 aktive Putzfrauen mit Stundenlohn in 36 Haushalten, Stand 4. Oktober 2026. Vertraglich vereinbarte Wochenstunden aus den bei Clino erfassten Arbeitsverhältnissen, keine Zeiterfassung. Test-, Demo- und interne Konten ausgeschlossen; keine Auswertung mit weniger als 5 Fällen.

Was in 2, 3, 4 und 6 Stunden pro Woche realistisch ist

«Was schafft eine Putzfrau in 3 Stunden?» Ehrliche Antwort: Es kommt auf die Wohnung an. Hier vier typische Stundenzahlen mit dem, was in einem normal geführten Haushalt drin ist. Geschätzte Richtwerte, keine Messung und keine Norm.

2 Stunden

Passt für

1-2 Zimmer, 1 Bad, Single oder Paar.

Drin ist: Bad, Küche, Böden saugen und wischen, Staub, Bett frisch beziehen. Dazu pro Woche ein Stück einer Monatsaufgabe: ein Zimmer Fenster, die Türen, das Sofa.

Nicht drin: Wäsche und Bügeln, Fenster in einem Durchgang, Backofen und Kühlschrank innen. Ab 3 Zimmern reicht es nur noch für die Grundreinigung ohne Extras.

3 Stunden

Passt für

3-4 Zimmer, 1 Bad plus Gäste-WC, 2 Personen.

Drin ist: Die komplette Grundreinigung, Betten, und die Fenster innen als Rotation: pro Woche ein Zimmer. Für die ganze Monatsrotation braucht es 3.5 Stunden.

Nicht drin: Wäsche plus Bügeln (zusammen 70-100 Minuten) sprengen den Rahmen. Bei Kindern oder Haustieren wird es eng.

4 Stunden

Bei Clino am häufigsten

Passt für

4-5 Zimmer, 2 Bäder, Familie mit 3-4 Personen. Oder 3-4 Zimmer mit Wäsche und Bügeln.

Drin ist: Grundreinigung, Betten, eine Ladung Wäsche oder das Bügeln, plus die ganze Monatsrotation: Fenster innen, Kühlschrank, Backofen, Türen, Polster.

Nicht drin: Wäsche UND Bügeln UND Aufräumen zusammen. Dann sind es eher 4.5 bis 5 Stunden.

6 Stunden

Passt für

Haus mit 6+ Zimmern, 2-3 Bäder, Familie mit Kindern und Haustier. Oft besser als 2 × 3 Stunden.

Drin ist: Alles aus der 4-Stunden-Liste, dazu Wäsche und Bügeln, Aufräumen, Kinderzimmer, Balkon. Zwei Einsätze pro Woche halten das Haus dauerhaft sauber statt einmal pro Woche «gerettet».

Nicht drin: Fenster aussen, Schränke innen, Teppiche shampoonieren, Vorhänge: das bleibt Grossputz, zwei Mal im Jahr.

Faustregel (geschätzt, nicht gemessen): etwa eine Minute pro Quadratmeter für Böden und Staub, dazu 30 Minuten für die Küche und 25 Minuten pro Bad. Bei 90 m² mit einem Bad und Gäste-WC sind das gut zwei Stunden Grundreinigung. Die ersten drei bis vier Einsätze dauern 20 bis 30 Prozent länger: neue Wohnung, neue Wege, neue Materialien.

Grundreinigung, Extras, Rotation: was in die Wochenstunden gehört

Die meisten Missverständnisse entstehen, weil «Putzen» für Sie und Ihre Putzfrau nicht dasselbe bedeutet. Teilen Sie die Arbeit in drei Stufen: was jede Woche passiert, was rotiert und was ein eigener Termin ist.

Richtwert: 2 h 15 min für eine 4-Zimmer-Wohnung mit 1 Bad und Gäste-WC

Stufe 1: Grundreinigung, jede Woche

Bad und WC komplett, Küche (Arbeitsflächen, Herd, Spüle, Fronten, Boden), alle Böden saugen und wischen, Staub auf freien Flächen, Flur. Das ist der Kern. Ohne ihn ist keine Stundenzahl sinnvoll.

Richtwert: 8 bis 100 Minuten pro Woche, je nach Auswahl

Stufe 2: Wöchentliche Extras

Betten frisch beziehen (8 Minuten pro Bett), Wäsche (25 Minuten Handarbeit pro Ladung), Bügeln (45 bis 90 Minuten pro Korb), Aufräumen vor dem Putzen (20 Minuten), Geschirrspüler, Balkon, Pflanzen. Jedes Extra ist legitim, aber jedes kostet Zeit, die von der Grundreinigung abgeht, wenn Sie die Stunden nicht erhöhen.

Richtwert: 20 bis 45 Minuten pro Einsatz, über den Monat verteilt

Stufe 3: Monatsrotation

Fenster innen, Kühlschrank innen, Backofen, Türen und Heizkörper, Polster, Fugen und Abflüsse, Regale, Küchenschränke aussen. Nicht alles jede Woche, sondern eine Aufgabe pro Einsatz. Fenster lassen sich sogar auf «ein Zimmer pro Woche» verteilen. So bleibt die Stundenzahl gleich, und trotzdem kommt alles dran.

Was eine Haushaltshilfe alles übernehmen kann, zeigt die Aufgabenliste Raum für Raum. Was Sie an Material bereitstellen sollten, steht in der Putzmittel-Checkliste.

Was Sie von Ihrer Putzfrau erwarten dürfen, und was nicht

Eine gute Putzfrau ist gründlich, zuverlässig und ehrlich. Sie ist keine Zauberin. Diese sechs Punkte klären die häufigsten Reibungen im Voraus.

Sauber ja, aufgeräumt nein

Putzen heisst reinigen, nicht Ordnung schaffen. Liegen Kleider, Spielsachen und Post herum, geht die erste halbe Stunde fürs Aufräumen drauf. Entweder Sie räumen am Vorabend auf, oder Sie buchen «Aufräumen» als Extra.

Die ersten Einsätze dauern länger

Wo ist der Staubsauger, welcher Lappen wofür, wie öffnet sich der Backofen? Rechnen Sie in den ersten drei bis vier Wochen mit 20 bis 30 Prozent mehr Zeit. Beurteilen Sie die Stundenzahl erst nach einem Monat.

Qualität geht vor Tempo

Was in 3 Stunden nicht reinpasst, wird nicht schneller, sondern schlechter. Eine Putzfrau, die sagt «das schaffe ich in der Zeit nicht», ist ehrlich, nicht langsam. Streichen Sie eine Aufgabe oder geben Sie eine halbe Stunde dazu.

Material stellen Sie

Staubsauger, Mopp, Eimer, Lappen und Reinigungsmittel gehören dem Haushalt, nicht der Angestellten. Fehlt etwas oder ist es kaputt, kostet das Zeit. Eine kurze Liste am Putzschrank verhindert das.

Keine Leitern, keine Möbel, keine Fenster aussen

Fenster aussen im dritten Stock, schwere Möbel verschieben, Deckenlampen: Alles mit Absturz- oder Verletzungsgefahr gehört nicht in den Wochenplan. Ihre Putzfrau ist bei Ihnen unfallversichert, aber den Fall wollen Sie gar nicht erst.

Sie ist Ihre Angestellte, keine Firma

Ihre Putzfrau kommt allein, ohne Vertretung und ohne Qualitätsmanager. Dafür kennt sie Ihre Wohnung nach vier Wochen besser als jede Firma. Prioritäten setzen ist Ihre Aufgabe: Sagen Sie, was wichtig ist und was liegen bleiben darf.

Wie Sie beim Probetag Tempo und Gründlichkeit prüfen und wie Sie den Zugang zur Wohnung regeln, wenn Sie nicht zu Hause sind, klären Sie am besten vor dem ersten Termin. Ebenso, warum die Unfallversicherung ab der ersten Stunde Pflicht ist.

So organisieren Sie sich: der Monatsrhythmus

Ein Plan an der Kühlschranktür ersetzt zwanzig WhatsApp-Nachrichten. So bauen Sie ihn auf, ohne dass er zur Bürokratie wird.

1

Woche für Woche dieselbe Basis

Die Grundreinigung ist jede Woche gleich, in derselben Reihenfolge: zuerst Bad und Küche, dann Böden, dann Staub. Diese Reihenfolge ist wichtig. Wenn die Zeit knapp wird, ist das Wichtigste erledigt.

2

Eine Monatsaufgabe pro Einsatz

Woche 1 Fenster Wohnbereich, Woche 2 Kühlschrank und Backofen, Woche 3 Fenster Schlafzimmer und Türen, Woche 4 Polster und Bad gründlich. Genau das baut der Planer oben. Was liegen bleibt, rutscht in die nächste Woche, nicht in die Diskussion.

3

Die Prioritätenliste für knappe Tage

Ein Zettel mit drei Zeilen: «Wenn die Zeit nicht reicht: 1. Bad, 2. Küche, 3. Böden. Der Rest darf warten.» Die wichtigste Absprache überhaupt. Sie nimmt Ihnen das Gefühl «sie hat wieder nicht alles gemacht» und Ihrer Putzfrau den Dauerdruck.

4

Nach vier Wochen: Zeit-Check

Fragen Sie nach dem ersten Monat konkret: Was dauert länger als gedacht? Was bleibt übrig? Passen Sie Plan oder Stunden an. Bleibt Woche für Woche dasselbe liegen, ist nicht Ihre Putzfrau zu langsam, sondern der Plan zu voll.

Für den Grossputz zwei Mal im Jahr gibt es die Frühjahrsputz-Checkliste; für den Raum-für-Raum-Plan als PDF die Reinigungsplan-Vorlage. Was Standard und was Extra ist, klärt die Putz-Checkliste.

Häufige Fragen zu Stunden und Erwartungen

Was schafft eine Putzfrau in 2 Stunden?

In einer 1-2-Zimmer-Wohnung die komplette Grundreinigung: Bad, Küche, Böden, Staub, Bett. Ab 3 Zimmern reichen 2 Stunden nur noch für Bad, Küche und Böden, ohne Extras und ohne Monatsaufgaben. Wäsche, Bügeln oder Fenster in einem Durchgang passen nicht in 2 Stunden.

Reichen 3 Stunden pro Woche für eine 4-Zimmer-Wohnung?

Ja, für die Grundreinigung mit Betten und einer kleinen Monatsrotation, etwa die Fenster innen Zimmer für Zimmer. Mit Wäsche und Bügeln, Kindern oder Haustieren sind 3.5 bis 4 Stunden realistischer. Der Planer oben rechnet es für Ihre Auswahl aus.

Wöchentlich oder alle zwei Wochen?

Wöchentlich ist effizienter: weniger Schmutz, feste Routine, keine Wäscheberge. Alle zwei Wochen funktioniert für Singles und Paare in kleinen Wohnungen, dann aber mit einem längeren Einsatz: rund 1.5-mal so lang wie wöchentlich.

Soll ich die Stunden fix vereinbaren oder nach Aufwand zahlen?

Fix. Ein festes Wochenpensum gibt beiden Seiten Sicherheit, ist die Basis für Arbeitsvertrag und Lohnabrechnung und verhindert die Diskussion «heute war es aber weniger». Extras wie Grossputz oder Gästezimmer rechnen Sie separat zum gleichen Stundenlohn ab.

Was, wenn meine Putzfrau regelmässig früher fertig ist?

Erst einmal freuen: Sie ist schnell. Dann ziehen Sie eine Monatsaufgabe vor oder nehmen ein Extra in den Plan. Die vereinbarten Stunden werden bezahlt, auch wenn sie 20 Minuten früher fertig ist. Kürzen Sie das Pensum nur, wenn es dauerhaft zu gross ist, und im Gespräch.

Was, wenn sie regelmässig nicht fertig wird?

Zuerst schauen, warum: ungeplantes Aufräumen, dazugekommene Extras, fehlendes Material? Meist ist der Plan zu voll, nicht die Person zu langsam. Streichen Sie eine Aufgabe oder geben Sie eine halbe Stunde dazu. Erst wenn Zeit und Plan stimmen und die Qualität trotzdem nicht, ist es ein Leistungsthema.

Gehören Wäsche und Bügeln zu den Aufgaben einer Putzfrau?

Nur wenn Sie es vereinbaren. Beides ist üblich, aber nicht selbstverständlich, und beides kostet Zeit: Wäsche etwa 25 Minuten Handarbeit pro Ladung, Bügeln 45 bis 90 Minuten pro Korb. Mit Wäsche und Bügeln braucht eine 4-Zimmer-Wohnung eher 4 als 3 Stunden.

Wie viele Stunden darf meine Putzfrau maximal bei mir arbeiten?

Entscheidend ist die Lohngrenze des vereinfachten Verfahrens von CHF 22'680 pro Jahr: beim üblichen Lohn von CHF 29 pro Stunde rund 13.5 Wochenstunden. Darüber wechseln Sie ins ordentliche Verfahren, und die Pensionskasse (BVG) wird Pflicht. Kein Problem, aber gut zu wissen, bevor Sie Stunden aufstocken.

Wie viele Stunden buchen andere Haushalte?

Bei Clino im Median 4 Stunden pro Woche; die mittlere Hälfte liegt zwischen 2 und 6 Stunden (39 Putzfrauen in 36 Haushalten, Stand 4. Oktober 2026). Am häufigsten sind genau 4 oder genau 2 Stunden, 3 Stunden sind selten. Der vereinbarte Bruttolohn liegt im Median bei CHF 30 pro Stunde.

Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino