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Versicherungen & Kosten

Putzfrau versichern: Was Sie als Arbeitgeber zahlen müssen

Wer eine Putzfrau anstellt, ist Arbeitgeber - und muss sie versichern. Die gute Nachricht: Es sind nur vier Pflichtbeiträge, und der Zuschlag auf den Lohn liegt meist bei rund 8 %. Hier sehen Sie mit dem Rechner genau, was auf Sie zukommt.

Aktualisiert: Juli 2026·Lesedauer: 8 min
Antwort in 30 Sekunden

Für eine Putzfrau sind vier Versicherungen immer Pflicht: AHV/IV/EO, ALV, UVG-Berufsunfall und FAK. Zusammen kosten sie den Arbeitgeber rund 8 % zusätzlich zum Lohn. Ab 8 Std./Woche kommt UVG-Nichtberufsunfall dazu (zahlt die Angestellte), ab CHF 22'680 Jahreslohn zusätzlich die Pensionskasse (BVG).

  • Immer Pflicht: AHV/IV/EO (5,3 %), ALV (1,1 %), UVG-Berufsunfall (0,505 %), FAK (kantonal ~1-2 %).
  • Ab 8 Std./Woche: UVG-Nichtberufsunfall (1,432 %) - Prämie zahlt die Angestellte, abschliessen müssen Sie sie.
  • Ab CHF 22'680 Jahreslohn und Alter 25: Pensionskasse (BVG) wird Pflicht.

Das gilt, wenn

Sie beschäftigen eine Putzfrau, Haushaltshilfe oder Reinigungskraft in Ihrem privaten Haushalt.

Welche Versicherungen sind Pflicht?

Sobald Sie jemanden im Haushalt anstellen, entstehen Beitragspflichten ab dem ersten Franken Lohn - eine Bagatellgrenze gibt es für erwachsene Angestellte nicht. Vier Beiträge sind immer fällig, zwei weitere hängen von Pensum und Lohnhöhe ab.

Immer Pflicht - ab dem ersten Franken

AHV/IV/EO

5,3 % + 5,3 %

Alters-, Invaliden- und Erwerbsersatzvorsorge. Arbeitgeber und Angestellte zahlen je 5,3 %. Pflicht ab dem ersten Franken, ohne Ausnahme.

ALV (Arbeitslosenversicherung)

1,1 % + 1,1 %

Deckt den Lohnausfall bei Arbeitslosigkeit. Je 1,1 %, bis zu einem Jahreslohn von CHF 148'200 - für eine Putzstelle immer voll versichert.

UVG-Berufsunfall (BU)

0,505 %

Versichert Unfälle bei der Arbeit und auf dem Arbeitsweg. Ab der ersten Stunde Pflicht, die Prämie zahlt allein der Arbeitgeber.

FAK (Familienzulagen)

kantonal ~1-2 %

Finanziert die Kinder- und Ausbildungszulagen. Reiner Arbeitgeberbeitrag, der Satz variiert je Kanton (in VS und VD zahlt auch die Angestellte einen kleinen Teil).

Je nach Situation

UVG-Nichtberufsunfall (NBU)

1,432 %

Deckt Freizeitunfälle. Pflicht erst ab 8 Std./Woche bei Ihnen. Die Prämie wird vom Lohn der Angestellten abgezogen - abschliessen müssen aber Sie. Unter 8 Std. übernimmt ihre Krankenkasse die Freizeitunfälle.

BVG (Pensionskasse, 2. Säule)

altersabhängig 7-18 %

Pflicht erst ab einem Jahreslohn von CHF 22'680 und Alter 25. Bei den meisten stundenweisen Putzstellen greift sie nicht - dann ist das vereinfachte Verfahren möglich.

Kostenrechner: Was zahlen Sie wirklich?

Geben Sie Stundenlohn und Stunden pro Woche ein. Der Rechner zeigt Ihre Arbeitgeberkosten, den Zuschlag in Prozent und was bei Ihrem Pensum tatsächlich Pflicht ist.

Arbeitgeber-Rechner 2026

Was Ihre Putzfrau Sie wirklich kostet

Stundenlohn + Stunden pro Woche eingeben - der Rechner zeigt, wie viel Sie zusätzlich zum Lohn an Sozialversicherungen zahlen und welche Versicherungen bei Ihrem Pensum Pflicht sind.

Ihre Angaben

4h
45

Ihre Arbeitgeberkosten

CHF 561pro Monat

Sie zahlen +7.9% auf den Lohn drauf.

Bruttolohn: CHF 520pro Jahr: CHF 6'735

Ihre Beiträge (obligatorisch)

AHV/IV/EO (5.3%)
CHF 28
ALV (Arbeitslosenversicherung) (1.1%)
CHF 6
UVG-BU (Berufsunfall) (0.505%)
CHF 3
FAK (Familienzulagen) (1.025%)
CHF 5
Gesamtkosten
CHF 561

Bruttolohn + alle obligatorischen Arbeitgeberbeiträge

Keine NBU-Pflicht

Unter 8 Stunden pro Woche ist nur der Berufsunfall (UVG-BU) Pflicht. Freizeitunfälle deckt die Krankenkasse Ihrer Putzfrau.

Vereinfachtes Verfahren möglich

Der Jahreslohn liegt unter CHF 22'680 - kein BVG nötig. Sie können über das vereinfachte Verfahren abrechnen (5 % Quellensteuer pauschal, ein Formular pro Jahr).

Was Ihre Putzfrau netto erhält

Diese Beiträge werden vom Lohn abgezogen - sie kosten Sie nichts zusätzlich.

AHV/IV/EO (5.3%)
CHF 28
ALV (1.1%)
CHF 6
Quellensteuer (pauschal) (5%)
CHF 26
Netto-Auszahlung
CHF 461

Richtwerte 2026. AHV/ALV/UVG sind bundesweit fix; FAK variiert je Kanton; BVG-Beiträge hängen vom Vorsorgeplan ab. KTG (Krankentaggeld) ist freiwillig und hier nicht eingerechnet.

Clino übernimmt AHV, UVG, FAK und die Lohnabrechnung - für CHF 19.90/Monat.

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Schweizer Franken - Arbeitgeberbeiträge für die Putzfrau

Wer zahlt was?

Wichtig zu verstehen: Ein Teil der Beiträge kommt on top zum Lohn (Ihre echten Zusatzkosten), ein anderer Teil wird vom Lohn der Angestellten abgezogen (kostet Sie nichts extra).

Der Arbeitgeber zahlt zusätzlich

  • +Halbe AHV/IV/EO (5,3 %)
  • +Halbe ALV (1,1 %)
  • +UVG-Berufsunfall komplett (0,505 %)
  • +FAK komplett (kantonal ~1-2 %)
  • +Halbe BVG - nur falls Pflicht

Wird vom Lohn abgezogen

  • Halbe AHV/IV/EO (5,3 %)
  • Halbe ALV (1,1 %)
  • UVG-Nichtberufsunfall (1,432 %) - ab 8 Std./Woche
  • Quellensteuer (5 % pauschal im vereinfachten Verfahren)
  • Halbe BVG - nur falls Pflicht

Nicht vergessen: Ferienentschädigung

Bei Stundenlohn kommt die Ferienentschädigung dazu: 8,33 % bei 4 Wochen Ferien, 10,64 % bei 5 Wochen. Sie ist Teil des Lohns (nicht der Sozialbeiträge) und wird auf dem Lohnzettel separat ausgewiesen.

Vereinfachtes oder ordentliches Verfahren?

Für kleine Haushaltslöhne gibt es das vereinfachte Abrechnungsverfahren: eine einzige Jahresabrechnung über die Ausgleichskasse, 5 % Quellensteuer pauschal, kein BVG. Es lohnt sich fast immer - solange Sie unter der Lohngrenze bleiben.

CHF 22'680Lohngrenze pro Person und Jahr für das vereinfachte Verfahren

Vereinfachtes Verfahren

Möglich bis CHF 22'680 Lohn pro Person und Jahr (und CHF 60'480 für den ganzen Haushalt). Ein Formular pro Jahr, die Ausgleichskasse rechnet AHV, ALV, UVG und die 5 % Quellensteuer gesamthaft ab. Kein BVG.

Ordentliches Verfahren

Ab CHF 22'680 Jahreslohn (oder wenn Sie es so wählen). Monatliche Lohnabrechnung, ordentliche Quellensteuer nach Tarif und - ab Alter 25 - obligatorische Pensionskasse (BVG).

Was passiert, wenn Sie nicht versichern?

Ohne Anmeldung sparen Sie kurzfristig die ~8 % - riskieren aber ein Vielfaches. Bei einer Kontrolle drohen AHV-Nachzahlungen für bis zu 5 Jahre, 5 % Verzugszins und eine Busse bis CHF 10'000 (AHVG Art. 88).

Was passiert, wenn Sie nicht versichern?

Am teuersten wird ein Unfall: Ist die Putzfrau nicht UVG-versichert, haften Sie persönlich und unbegrenzt für Heilungskosten, Taggeld und allfällige Renten (Art. 68 und 95 UVG). Rückwirkend versichern lässt sich ein Unfall nicht.

Putzfrau nicht angemeldet: Was passiert wirklich?

Quellen & offizielle Informationen

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Häufige Fragen

Muss ich meine Putzfrau versichern, wenn sie nur 2 Stunden pro Woche kommt?
Ja. AHV/IV/EO, ALV, UVG-Berufsunfall und FAK sind ab dem ersten Franken Pflicht - unabhängig vom Pensum. Nur UVG-Nichtberufsunfall und BVG hängen von Stunden bzw. Lohnhöhe ab.
Wie viel kostet mich die Versicherung ungefähr?
Rund 8 % zusätzlich zum Bruttolohn für die obligatorischen Arbeitgeberbeiträge (AHV, ALV, UVG-BU, FAK). Bei CHF 500 Lohn pro Monat sind das etwa CHF 40 extra. Der Rechner oben zeigt Ihren genauen Betrag.
Wer zahlt die Unfallversicherung?
Den Berufsunfall (UVG-BU, 0,505 %) zahlt allein der Arbeitgeber. Den Nichtberufsunfall (UVG-NBU, 1,432 %) zahlt die Angestellte über einen Lohnabzug - aber nur, wenn sie mindestens 8 Stunden pro Woche bei Ihnen arbeitet. Abschliessen muss die Versicherung in beiden Fällen der Arbeitgeber.
Ab wann muss ich eine Pensionskasse (BVG) zahlen?
Erst ab einem Jahreslohn von CHF 22'680 pro Arbeitgeber und ab Alter 25. Die meisten stundenweisen Putzstellen liegen darunter - dann ist keine Pensionskasse nötig und das vereinfachte Verfahren möglich.
Was ist das vereinfachte Verfahren?
Eine vereinfachte Abrechnung für kleine Haushaltslöhne bis CHF 22'680 pro Person und Jahr. Sie melden den Lohn einmal jährlich der Ausgleichskasse, die AHV, ALV, UVG und 5 % Quellensteuer pauschal abrechnet. Kein monatlicher Aufwand, kein BVG.
Kann ich meine Putzfrau als Selbständige behandeln, um die Beiträge zu sparen?
Nein. Reinigung in Privathaushalten gilt fast immer als Arbeitsverhältnis, nicht als selbständige Tätigkeit - eine Rechnung oder ein Gewerbeschein ändern daran nichts. Wer trotzdem nicht anmeldet, trägt das volle Nachzahlungs- und Haftungsrisiko.
Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino

Geprüft Juli 2026