Wie viel geht vom Lohn Ihrer Haushaltshilfe ab? Alle Lohnabzüge 2026 auf einen Blick
Jeden Monat gehen vom Lohn Ihrer Haushaltshilfe dieselben Beiträge ab, und Sie zahlen als Arbeitgeber ein paar obendrauf. Hier sind alle geprüften Sätze und Schwellenwerte 2026, plus eine interaktive Lohnabrechnung, die jede Zeile erklärt.
Im vereinfachten Verfahren gehen 2026 total 11.4% vom Lohn ab: AHV/IV/EO 5.3% + ALV 1.1% + 5% Quellensteuer (ab 8 Std./Woche zusätzlich NBU 1.432%). Als Arbeitgeber zahlen Sie nochmals rund 8–10% obendrauf.
- Arbeitnehmer: 5.3% AHV/IV/EO + 1.1% ALV + 5% Steuer (+ NBU ab 8 Std./Woche)
- Arbeitgeber: 5.3% + 1.1% + 0.505% BU + kantonale FAK + Verwaltung
- Ab CHF 22'680 pro Jahr: ordentliches Verfahren + BVG-Pflicht
Das gilt, wenn
Sie beschäftigen eine Putzfrau, Nanny oder Betreuerin im Privathaushalt. Es geht um deren Lohn, nicht um Ihr eigenes Gehalt.
Eine echte Lohnabrechnung, Zeile für Zeile erklärt
Stellen Sie unten Ihren Fall ein und tippen Sie auf jede Zeile. So sehen Sie genau, was vom Lohn abgezogen wird, warum, und was am Ende ausbezahlt wird.
Welcher Fall?
Lohnabrechnung
Zürich · pro Monat
Tippen zum Erklären
Das ist der vereinbarte Lohn, bevor irgendetwas abgezogen wird. Im Stundenlohn enthalten ist meist schon der Ferienzuschlag (8,33% bei 4 Wochen Ferien). Alle Beiträge werden in Prozent von diesem Bruttolohn gerechnet.
Die wichtigste Sozialversicherung: Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge plus Erwerbsersatz. 5,3% zahlt der Arbeitnehmer, exakt gleich viel der Arbeitgeber. Im Hausdienst ab dem ersten Franken geschuldet, ohne Untergrenze.
Arbeitslosenversicherung: sichert ein Ersatzeinkommen bei Stellenverlust. 1,1% pro Seite, bis zu einem Jahreslohn von CHF 148'200. Bei Haushaltslöhnen praktisch immer auf dem vollen Lohn.
Im vereinfachten Verfahren sind alle Steuern mit einer Pauschale von 5% abgegolten, die der Arbeitgeber direkt an die Ausgleichskasse überweist. Die Arbeitnehmerin muss diesen Lohn nicht mehr in der Steuererklärung angeben.
Das ist, was nach allen Abzügen übrig bleibt, der Betrag, den die Arbeitnehmerin auf dem Konto sieht. Familienzulagen kommen, falls vorhanden, oben drauf, weil sie nicht steuer- oder beitragspflichtig sind.
ⓘ Über CHF 22'680 Jahreslohn gilt automatisch das ordentliche Verfahren.
Richtwerte 2026. Beträge auf Basis der offiziellen Sätze, gerundet.
Und was kostet es den Arbeitgeber?
Zusätzlich zum Bruttolohn zahlen Sie als Arbeitgeber obendrauf:
Die Verwaltungskosten der Ausgleichskasse betragen je nach Kanton rund 2% und sind hier geschätzt. Familienzulagen, die Sie auszahlen, bekommen Sie vollständig zurück.
Familienzulagen („Kinderzulagen“) verständlich erklärt
Hat Ihre Angestellte Kinder, hat sie Anspruch auf Familienzulagen, unabhängig vom Pensum. Sie zahlen die Zulage mit dem Lohn aus und holen sie sich von der Familienausgleichskasse zurück. Die Beträge sind kantonal:
Kinderzulage
CHF 215
pro Kind / Monat
Ausbildungszulage
CHF 268
ab 16 Jahren
Geburtszulage
—
falls zutreffend
So läuft es ab
Die Zulage gehört der Arbeitnehmerin und wird brutto = netto ausbezahlt (keine Abzüge). Pro Kind wird die Zulage nur einmal ausgerichtet, in der Regel über den Arbeitgeber des Elternteils mit dem höheren Einkommen. Anmeldung läuft über die Ausgleichskasse Ihres Kantons.
Stellen Sie oben „Kinder“ auf 1 oder mehr, um die Zulagen in der Abrechnung zu sehen.
Was im Hausdienst speziell gilt
Beiträge ab dem ersten Franken
Anders als bei Nebenjobs gibt es im Privathaushalt keine Bagatellgrenze: AHV & Co. sind ab CHF 1 Lohn geschuldet.
Vereinfachtes Verfahren bis CHF 22'680
Bis zu diesem Jahreslohn pro Person können Sie alles in einem Schritt über die Ausgleichskasse abrechnen, inklusive 5% Steuer.
Unfall ab 8 Std./Woche
Erst ab 8 Wochenstunden wird die Nichtberufsunfall-Versicherung (NBU) obligatorisch und vom Lohn abgezogen.
Ferienzuschlag im Stundenlohn
Bei Stundenlohn wird die Ferienentschädigung zugeschlagen: +8,33% (4 Wochen) bis +13,04% (6 Wochen).
Beitragssätze 2026 (Bund)
Diese Sätze gelten in allen 26 Kantonen gleich. Prozente jeweils vom Bruttolohn.
| Beitrag | Arbeitnehmer | Arbeitgeber | Hinweis |
|---|---|---|---|
| AHV / IV / EO | 5.3% | 5.3% | ab dem ersten Franken |
| ALV (Arbeitslosenversicherung) | 1.1% | 1.1% | bis zum Höchstlohn |
| Nichtberufsunfall (NBU) | 1.432% | — | nur ab 8 Std./Woche |
| Berufsunfall (BU) | — | 0.505% | ab der ersten Arbeitsstunde |
| Quellensteuer (vereinfachtes Verfahren) | 5% | — | Arbeitgeber führt sie an die Ausgleichskasse ab |

Schwellenwerte 2026
Diese Grenzen entscheiden, welches Verfahren gilt und welche Versicherungen obligatorisch werden.
| Vereinfachtes Verfahren: max. Lohn pro Person | CHF 22'680 pro Jahr |
| Vereinfachtes Verfahren: max. Lohnsumme im Haushalt | CHF 60'480 pro Jahr |
| Nichtberufsunfall (NBU) obligatorisch ab | 8 Std./Woche |
| ALV-Höchstlohn (versichert bis) | CHF 148'200 pro Jahr |
| BVG-Eintrittsschwelle (Pensionskasse ab) | CHF 22'680 pro Jahr |
Familienzulagen-Beitrag (FAK) je Kanton 2026
Die FAK zahlt der Arbeitgeber zusätzlich zum Lohn. Der Satz ist kantonal und richtet sich nach dem Sitz der Ausgleichskasse.
Alle 26 Kantone anzeigen
| Kanton | FAK Arbeitgeber |
|---|---|
| Aargau (AG) | 1.45% |
| Appenzell Ausserrhoden (AR) | 1.6% |
| Appenzell Innerrhoden (AI) | 1.6% |
| Basel-Landschaft (BL) | 1.3% |
| Basel-Stadt (BS) | 1.65% |
| Bern (BE) | 1.5% |
| Freiburg (FR) | 2.35% |
| Genf (GE) | 2.372% |
| Glarus (GL) | 1.4% |
| Graubünden (GR) | 1.5% |
| Jura (JU) | 2.85% |
| Luzern (LU) | 1.355% |
| Neuenburg (NE) | 2.487% |
| Nidwalden (NW) | 1.5% |
| Obwalden (OW) | 1.4% |
| Schaffhausen (SH) | 1.3% |
| Schwyz (SZ) | 1.3% |
| Solothurn (SO) | 1.25% |
| St. Gallen (SG) | 1.8% |
| Tessin (TI) | 1.9% |
| Thurgau (TG) | 1.4% |
| Uri (UR) | 1.7% |
| Waadt (VD) | 2.62% |
| Wallis (VS) | 2.78% |
| Zug (ZG) | 1.35% |
| Zürich (ZH) | 1.025% |
In VD und VS zahlt auch der Arbeitnehmer einen kleinen FAK-Anteil (VD 0.09%, VS 0.13%).
BVG-Sätze nach Alter (ab ordentlichem Verfahren)
Die berufliche Vorsorge (Pensionskasse) wird erst ab einem Jahreslohn von CHF 22'680 und Alter 25 obligatorisch. Die Gutschrift in % des koordinierten Lohns steigt mit dem Alter; Arbeitgeber und Arbeitnehmer teilen sich den Beitrag je zur Hälfte.
| Alter | BVG-Gutschrift |
|---|---|
| 25-34 | 7% |
| 35-44 | 10% |
| 45-54 | 15% |
| 55-65 | 18% |
Total (Arbeitgeber + Arbeitnehmer). Jede Seite trägt die Hälfte.
Was heisst das für Ihre Lohnabrechnung?
Beispiel: Bei einem Bruttolohn werden zuerst die Arbeitnehmer-Beiträge abgezogen, das ergibt den Nettolohn. Der Arbeitgeber zahlt obendrauf seine eigenen Beiträge plus FAK und Verwaltungskosten. Wie viel das konkret für Ihren Fall ist, rechnet der Lohnrechner mit den Sätzen Ihres Kantons aus.
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Alle Sätze auf dieser Seite stammen aus offiziellen Quellen und werden mehrmals jährlich geprüft. Zuletzt geprüft: 17.07.2026.
