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Empfehlungsschreiben für Ihre Haushaltshilfe, fertig in 90 Sekunden

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3/6

Wählen Sie 3 bis 6 Stärken aus, die wirklich zu Ihrer Hilfe passen. Weniger ist mehr - übertriebene Lobeshymnen wirken unglaubwürdig.

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[Ihr Name]
[Ort], ___________

Empfehlungsschreiben

An wen es betrifft,

mit grosser Freude empfehle ich [Vorname Nachname], die von ___________ bis ___________ als Putzfrau / Reinigungskraft in unserem Haushalt tätig war (rund ___ Stunden pro Woche).

[Vorname Nachname] war über die ganze Zeit ausserordentlich zuverlässig - wir konnten uns auf jeden vereinbarten Termin verlassen.

Wir haben [Vorname Nachname] unsere Wohnung anvertraut - und sie hat dieses Vertrauen immer verdient.

[Vorname Nachname] war freundlich und herzlich im Umgang mit allen Familienmitgliedern.

Ich kann [Vorname Nachname] ohne Einschränkung weiterempfehlen. Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Freundliche Grüsse

[Ihr Name]
Direkt per E-Mail senden
Handgeschriebener Brief mit grünem Umschlag und Füllfederhalter auf einem Holztisch, daneben ein Strauss rosa Tulpen in der Küche

Das Arbeitszeugnis ist Pflicht, die Empfehlung ein persönliches Extra. Oft ist sie es, die beim nächsten Job die Tür öffnet. Füllen Sie sie unten aus, in sechs Sprachen.

Empfehlung ≠ Arbeitszeugnis - und warum beides wichtig ist

Ein Empfehlungsschreiben als Papierflieger fliegt aus einem offenen Altbaufenster über eine Schweizer Strasse
Das Arbeitszeugnis ist ein Recht (Art. 330a OR), die Empfehlung ein Geschenk. Mit beidem fliegt die nächste Bewerbung weiter.

Empfehlungsschreiben und Arbeitszeugnis sind nicht dasselbe. Das Zeugnis ist die formale Pflichturkunde: neutral, codiert, oft trocken. Die Empfehlung ist Ihre persönliche Stimme. Zum Beispiel: «Maria hat unsere Familie sieben Jahre lang entlastet, und ich würde sie sofort wieder einstellen.»

Art. 330a OR

Das Arbeitszeugnis

Gesetzlich vorgeschrieben (Art. 330a OR). Enthält Daten, Tätigkeiten, Leistungs- und Verhaltensbewertung in Schweizer Zeugnissprache. Für Stellenbewerbungen unverzichtbar.

Zum Arbeitszeugnis-Generator

Freiwillig

Das Empfehlungsschreiben

Freiwillig, persönlich, herzlich. Adressiert an «An wen es betrifft», keine Codes, eine Seite. Wirkt wie eine echte Referenz statt eines Formulars.

Am stärksten wirken beide zusammen: das Zeugnis für die Akte, die Empfehlung für das Vorstellungsgespräch bei der nächsten Familie. Pflicht ist nur das Zeugnis. Haben Sie 10 Minuten mehr, legen Sie die Empfehlung dazu. Sie ist oft der Türöffner.

Endet die Anstellung gerade? Die Abschluss-Checkliste zeigt, was nach Zeugnis und Empfehlung noch offen ist: letzte Lohnabrechnung, Abmeldung bei der Ausgleichskasse, Unfallversicherung.

Handgeschriebenes Empfehlungsschreiben mit Füller und grünem Umschlag auf einem Küchentisch
Eine Seite, von Hand unterschrieben: mehr braucht es nicht.

Zwei fertige Muster zum Abschauen

Lieber gleich ein fertiges Beispiel? Hier sind zwei vollständige Empfehlungsschreiben, eines warm, eines sehr herzlich. Namen, Daten und Stärken anpassen, fertig.

Warm · 3 Jahre · Reinigung
Familie Brunner 8002 Zürich 044 000 00 00 Zürich, 15. Mai 2026 EMPFEHLUNGSSCHREIBEN An wen es betrifft, mit grosser Freude empfehlen wir Ana Costa, die von März 2023 bis Mai 2026 als Reinigungskraft in unserem Haushalt tätig war (rund 8 Stunden pro Woche). Ana war über die ganze Zeit ausserordentlich zuverlässig, wir konnten uns auf jeden vereinbarten Termin verlassen. Sie hat oft selbstständig erkannt, was zu tun war, und es ohne Nachfrage übernommen. Was bei ihr fertig ist, ist wirklich sauber, bis in jede Ecke. Mit unseren Sachen ist sie stets sorgfältig umgegangen und hat unsere Privatsphäre immer respektiert. Wir können Ana ohne Einschränkung weiterempfehlen. Für Rückfragen stehen wir gerne unter 044 000 00 00 zur Verfügung. Freundliche Grüsse Familie Brunner
Sehr herzlich · 7 Jahre · Nanny
Sophie und Marc Keller 1005 Lausanne 078 000 00 00 Lausanne, 15. Mai 2026 EMPFEHLUNGSSCHREIBEN An wen es betrifft, es ist uns eine grosse Freude, Maria Silva zu empfehlen. Sie hat unsere Familie von 2018 bis 2025 als Nanny für unsere zwei Kinder begleitet (rund 25 Stunden pro Woche). Maria hatte einen wunderbaren Umgang mit unseren Kindern: geduldig, aufmerksam und herzlich. Über all die Jahre war sie absolut zuverlässig, und wir haben ihr Kinder und Zuhause anvertraut. Sie hat dieses Vertrauen jeden Tag verdient. Auch in hektischen Wochen ist Maria ruhig und konzentriert geblieben. Sie hat mitgedacht, Verantwortung übernommen und unseren Alltag spürbar leichter gemacht. Wir verabschieden uns von Maria mit einem lachenden und einem weinenden Auge und empfehlen sie von ganzem Herzen weiter. Für ein persönliches Gespräch erreichen Sie uns jederzeit unter 078 000 00 00. Herzliche Grüsse Sophie und Marc Keller

Tonalität - wie warm darf es sein?

Eine Empfehlung ist kein Werbebrief und kein Amtsformular. Drei Tonstufen helfen Ihnen, die richtige Mitte zu treffen:

  1. Höflich-neutral

    Für kurze Anstellungen (unter einem Jahr) oder wenn Sie die Person beruflich, aber nicht persönlich gut kannten. «Ich kann Frau X aufgrund ihrer Zuverlässigkeit gerne weiterempfehlen.»

  2. Warm

    Der Standard für die meisten Haushaltshilfen, die ein bis fünf Jahre für Sie gearbeitet haben. Persönlich, konkret, aber sachlich. «Maria war eine wertvolle Unterstützung für unsere Familie.»

  3. Sehr herzlich

    Für lange Anstellungen (5+ Jahre), Nannys, Eldercare-Kräfte oder wenn die Person Teil des Familienalltags wurde. «Ich verabschiede mich von Maria mit einem lachenden und einem weinenden Auge.»

Händedruck zum Abschied zwischen Arbeitgeberin und Haushaltshilfe im Flur
Nach Jahren im selben Haushalt darf die Empfehlung herzlich klingen, solange sie ehrlich bleibt.

Tipp: Bleiben Sie ehrlich. Eine übertriebene Empfehlung wirkt unglaubwürdig - und schadet im Zweifel mehr, als sie hilft. Wenn Sie ein «sehr herzlich» nicht spüren, wählen Sie «warm».

Vier Fehler, die Sie leicht vermeiden

Diese vier Dinge schwächen ein Empfehlungsschreiben am häufigsten:

  • Nur Adjektive aufzählen: «fleissig, nett, ehrlich» überzeugt niemanden. Beschreiben Sie stattdessen eine konkrete Situation.
  • Zeitraum und Rolle weglassen: ohne «von wann bis wann» und «was genau» wirkt der Brief vage und weniger glaubwürdig. Beim «was genau» hilft eine Liste typischer Haushaltsaufgaben.
  • Übertreiben: zu dickes Lob klingt unecht und schadet. Ehrlich wirkt stärker als glänzend.
  • Es als Zeugnis-Ersatz sehen: die Empfehlung ist ein Plus, kein Ersatz für das gesetzliche Arbeitszeugnis (Art. 330a OR).
Haushaltshilfe am Küchentisch mit ihren Bewerbungsunterlagen

Sie sind die Haushaltshilfe und möchten um eine Empfehlung bitten?

Das ist völlig normal und die meisten Arbeitgeber helfen gern. Fragen Sie freundlich und machen Sie es Ihrem Arbeitgeber leicht, mit dieser kurzen Nachricht und dem Link zu dieser Vorlage. Die fertige Empfehlung legen Sie später zusammen mit einem Lebenslauf aus unserer Vorlage jeder Bewerbung bei.

Diese Nachricht können Sie kopieren:

Liebe Familie [Name], die Zeit bei Ihnen hat mir viel bedeutet. Für meine nächste Stelle würde mir ein kurzes persönliches Empfehlungsschreiben sehr helfen. Wäre das für Sie möglich? Es gibt dafür eine kostenlose Vorlage, die in wenigen Minuten ausgefüllt ist, ich schicke Ihnen gern den Link. Herzlichen Dank!
Vorlage öffnen und teilen

Häufige Fragen

Muss ich überhaupt ein Empfehlungsschreiben ausstellen?

Nein, es gibt keine gesetzliche Pflicht. Pflicht ist nur das Arbeitszeugnis (Art. 330a OR). Eine Empfehlung ist eine freiwillige, persönliche Geste - sie hilft Ihrer Hilfe aber oft mehr als das Zeugnis, weil sie konkret und herzlich klingt.

Was ist der Unterschied zum Arbeitszeugnis?

Das Arbeitszeugnis ist formal, codiert und auf Stellenbewerbungen ausgelegt. Das Empfehlungsschreiben ist persönlich, kurz (eine Seite), adressiert an «An wen es betrifft» und enthält idealerweise Ihre Kontaktdaten für Rückfragen. Beide ergänzen sich.

Soll ich meine Telefonnummer angeben?

Wenn Sie bereit sind, ein paar Fragen zu beantworten: ja, unbedingt. Eine echte Kontaktmöglichkeit verleiht der Empfehlung enormes Gewicht. Viele Arbeitgeber rufen tatsächlich an - und ein kurzes «ich kann sie nur empfehlen» am Telefon entscheidet oft die Anstellung.

In welcher Sprache soll ich es schreiben?

In der Sprache, die Ihre Hilfe für die nächste Stelle braucht. Wenn sie in der Romandie sucht: Französisch. In der Deutschschweiz: Deutsch. Wenn unklar: schreiben Sie es zweisprachig oder lassen Sie uns beide Versionen generieren - der Generator deckt Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Spanisch und Portugiesisch ab.

Kann ich das auch nach Jahren noch schreiben?

Ja. Eine Empfehlung kennt keine Verfallsdaten. Wenn Ihre frühere Hilfe Sie zwei Jahre nach Ende der Anstellung bittet, ist das vollkommen üblich. Datieren Sie das Schreiben einfach auf den aktuellen Tag und erwähnen Sie den damaligen Zeitraum.

Muss ich das Empfehlungsschreiben unterschreiben, und wer behält es?

Ja, unterschreiben Sie es von Hand mit Ort und Datum - ohne Unterschrift wirkt es wie ein Entwurf. Das Original gehört Ihrer Haushaltshilfe: Sie legt es Bewerbungen bei. Behalten Sie eine Kopie oder die Datei, damit Sie es später unverändert neu ausstellen können, wenn sie danach fragt. Beim Abschied gibt sie meist auch den Schlüssel zurück: Halten Sie das mit einer Quittung für die Schlüsselrückgabe fest.

Wie lange bleibt ein Empfehlungsschreiben brauchbar?

Es läuft nicht ab, verliert aber mit den Jahren an Gewicht. In der Praxis zählt ein Schreiben aus den letzten zwei bis drei Jahren am meisten. Deshalb gehören Zeitraum und Ausstellungsdatum immer hinein: Wer liest, soll sofort sehen, wann und wie lange Sie zusammengearbeitet haben. Wird die Zusammenarbeit später fortgesetzt, stellen Sie einfach ein neues Schreiben mit aktualisiertem Zeitraum aus.

Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino