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Kinderbetreuung · Recht

Überstunden der Nanny: was Abende und Nächte kosten

Was kosten die Extra-Stunden?

Stundenlohn
CHF 30
Stunden über dem Vertrag, pro Monat
8

CHF 300für 8 Extra-Stunden im Monat: CHF 240 Lohn plus CHF 60 Zuschlag (+25 % nach Art. 321c OR, sofern Vertrag oder NAV nichts anderes sagen). Oder 8 Stunden Freizeit, wenn sie einverstanden ist.

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30 Tage gratis, danach CHF 19.90/Monat · jederzeit kündbar

Abende, Nächte, Sonntag: im Wochenplan ↓
Wohnzimmer am Abend: eine Stehlampe brennt, auf dem Sofa liegen eine Strickdecke und ein hellgrünes Kissen.
Wenn die Nanny abends bleibt, arbeitet sie: Lohn plus Zuschlag oder gleich viel Freizeit.

Elternabend, Essen mit Freunden, eine Nacht mit dem Babyphone: Wenn die Nanny länger bleibt, arbeitet sie. Jede Stunde über dem Vertrag kostet nach Obligationenrecht den Lohn plus 25 %, oder gleich viel Freizeit, wenn sie einverstanden ist. Der NAV Ihres Kantons kann es anders regeln: Zürich streicht den Zuschlag bei Teilzeit, nachts und sonntags verlangen manche Kantone mehr. Der Rechner zeigt Ihren Betrag, der Wochenplan Ihren Kanton.

Was als Arbeitszeit zählt

Das Arbeitsgesetz gilt nicht für private Haushalte. Arbeitszeit, Ruhe und Überstunden regeln der Normalarbeitsvertrag (NAV) Ihres Kantons und das Obligationenrecht. Die Faustregel: Zeit, in der sie für Sie da sein muss, ist Arbeitszeit.

  • Elternabend, Abendessen, Hochzeit

    Sie bleibt, weil Sie sie brauchen. Jede Stunde über dem Vertrag ist Arbeit, die Sie bezahlen.

  • Die Kinder schlafen, sie bleibt im Haus

    Wer nicht gehen darf, arbeitet. Bereitschaft im Haus zählt als normale Arbeitszeit, solange weder Vertrag noch NAV etwas anderes regeln.

  • Die Nacht mit dem Babyphone

    Auch Bereitschaft. Wie sie bezahlt wird, regeln einige NAV ausdrücklich, etwa Genf, Wallis, Appenzell Ausserrhoden, Schwyz und Nidwalden, sonst Ihr Vertrag.

  • Fahrten, Arzttermin, Einkauf für die Familie

    Arbeitszeit, auch im Auto und im Wartezimmer.

  • Ferien mit der Familie

    Nehmen Sie sie in die Ferien mit, gelten dieselben Regeln: Was sie dort arbeitet oder in Bereitschaft verbringt, ist Arbeitszeit.

Muss sie bleiben, wenn Sie fragen? Überstunden muss sie leisten, wenn sie nötig sind, sie es kann und es ihr zugemutet werden kann (Art. 321c Abs. 1 OR). Ihr eigenes Kind, ein Kurs, ein zweiter Job: Das sind gute Gründe für ein Nein. Fragen Sie früh, nicht um 17:55.

Ihre Woche: was die Extra-Stunden kosten

Wählen Sie Kanton und Stundenlohn und tippen Sie an, was diese Woche dazukommt. Der Plan rechnet mit den Zuschlägen aus dem NAV Ihres Kantons, nachts und sonntags getrennt.

Stundenlohn
CHF 30

Familienplaner

Woche vom 19. bis 25. Oktober 2026

Vertrag: 40 Std. pro Woche, Mo–Fr 8:00–17:00

  • Vertrag
  • Überstunden
  • Sonntag

Was kommt diese Woche dazu?

Über dem Vertrag
8 Std.
Lohn für diese Stunden
CHF 240
Zuschlag Überstunden +25 %
CHF 60
Diese Woche zusätzlichCHF 300

Oder mit ihrem Einverständnis 8 Std. Freizeit statt Lohn und Überstundenzuschlag, bis 23.01.2027 (3 Monate wie im Clino-Vertrag; das OR sagt «angemessen»).

Zürich: Der NAV streicht den Zuschlag für Teilzeitangestellte (Art. 23 und 24 Abs. 2) und zahlt ihn bei Vollzeit erst über 43 Stunden (Art. 5 Abs. 4). Die Arbeit soll in der Regel um 19:30 enden (Art. 5 Abs. 3). Der Plan rechnet mit +25 % ab der ersten Stunde über dem Vertrag, wie es der Clino-Vertrag mit Zuschlag schriftlich festhält.Mit 40 Stunden ist sie dort Teilzeit. Steht im Vertrag kein Zuschlag, verlangt der NAV keinen: mindestens CHF 240 für diese Woche.

Sätze: NAV ZH und Art. 321c OR

Der Plan zahlt den Zuschlag ab der ersten Stunde über dem Vertrag, wie Art. 321c OR. Einige NAV setzen ihn später an oder lassen ihn bei Teilzeit weg; für diese Kantone zeigt der Plan einen Hinweis. Nacht- und Überstundenzuschlag zählt der Plan zusammen, wie Clino; die meisten NAV sagen dazu nichts. Wer ab der ersten Stunde zahlt, ist überall auf der sicheren Seite.

Steht im Vertrag, Überstunden seien «im Lohn inbegriffen»? Schriftlich ist das grundsätzlich erlaubt, mündlich nicht (Art. 321c Abs. 3 OR). Fair ist es nur, wenn der Lohn die Extra-Stunden sichtbar deckt. Wie Sie Abende sauber regeln, zeigen die Vertragsklauseln für Nannys.

Welcher Stundenlohn fair ist, steht in «Was verdient eine Nanny». Wie eine volle Woche aussieht, in «Nanny in Vollzeit anstellen».

Die Nacht mit dem Babyphone

Schläft sie bei Ihnen, damit Sie ausgehen oder durchschlafen können, ist sie in Bereitschaft. Wo der NAV nichts regelt, zählt das Bundesgericht Bereitschaft im Haus als Arbeitszeit, bezahlt wie normale Arbeit, ausser es ist etwas anderes vereinbart (BGE 124 III 249). Ein tieferer Satz für die Schlafstunden ist also möglich, aber nur, wenn er vereinbart ist. Schreiben Sie ihn auf: Sonst lässt er sich nicht beweisen, und vom NAV abweichen geht nur schriftlich.

22:00–07:00

Bereitschaft · 9 h

Nächte pro Monat
4
Wie oft steht sie auf? Mal pro Monat

CHF 270.00pro Nacht

CHF 1'080 im Monat für 4 Nächte

Ohne Abrede und ohne Regel im NAV: 9 Std. zu ihrem Stundenlohn von CHF 30.00 (BGE 124 III 249).

Ein tieferer Satz gilt nur, wenn Sie ihn vereinbaren, am besten schriftlich. Nach dem Massstab von Appenzell Ausserrhoden (Seltene Einsätze) wären es CHF 67.50 pro Nacht, jedes Aufstehen zum vollen Lohn.

Massstab: BGE 124 III 249

Wo der Kanton es auch für Nannys regelt

  • Genf

    Nachtwache zwischen 20:00 und 07:00: mindestens 60 % des Mindestlohns pro Stunde, 80 % mit einem Einsatz, 125 % mit mehreren. Zwingend bis 31.12.2026 (Normalarbeitsvertrag Genf, Art. 10 Abs. 1bis, 7 und 8).

  • Wallis

    CHF 5 pro Stunde Pikett, separat auf der Lohnabrechnung. Jeder Einsatz ist Arbeitszeit zum vollen Lohn (Normalarbeitsvertrag Wallis, Art. 8 Abs. 5).

  • Appenzell Ausserrhoden

    Bereitschaft gilt nicht als Arbeitszeit (Art. 5 Abs. 1), wird aber bezahlt: 25, 35 oder 50 % des Stundenlohns je nach Einsätzen im Monat, mindestens CHF 5, 7 oder 10 pro Stunde. Einsätze voll, mit Zuschlägen (Art. 15).

Überall sonst · Ihr Kanton: Zürich

Es gilt, was Sie vereinbaren, am besten schriftlich. Ohne Abrede und ohne Regel im NAV zählt die Nacht in Ihrer Wohnung als normale Arbeitszeit (BGE 124 III 249). Schwyz, Nidwalden, Glarus, Graubünden und Appenzell Innerrhoden regeln Bereitschaft für Personal, das vor allem im Haushalt arbeitet.

Schreiben Sie den Satz pro Nacht in den Vertrag, bevor die erste Nacht kommt. Und rechnen Sie ehrlich: Wer jede Nacht mehrmals aufsteht, leistet Nachtarbeit, keine ruhige Bereitschaft. Dann passt ein höherer Satz oder ein freier Morgen.

Kinderzimmer am Abend: Kinderbett, eine Babydecke über der Stuhllehne, daneben Notizen und ein Stift.
Wer bleibt, bis das Kind schläft, arbeitet. Die Stunden kommen auf die Liste.

Freizeit statt Geld, aber kein Stundenkonto

Statt zu bezahlen, können Sie Überstunden mit Freizeit von mindestens gleicher Dauer ausgleichen, wenn sie einverstanden ist (Art. 321c Abs. 2 OR). Das Gesetz sagt «innert angemessener Frist», mehrere Kantone setzen eine feste Frist. Der Wochenplan zeigt Ihre.

Umgekehrt geht es nicht: Bezahlte Stunden, die Sie nicht gebraucht haben, muss sie nicht später nacharbeiten (Art. 324 OR). Die Swiss Nanny Association nennt dieses «Banking» von Stunden schlicht verboten.

Das gilt auch, wenn Sie ohne sie verreisen: Die Woche bleibt bezahlt, nachgeholt wird nichts.

Und mindestens ein ganzer Tag pro Woche bleibt frei, in der Regel der Sonntag (Art. 329 OR). Viele NAV geben mehr, Zürich zwei freie Tage, davon mindestens einen ganzen (NAV ZH Art. 6 Abs. 1). Hochzeit am Samstag und Brunch am Sonntag in derselben Woche? Dann fehlt ihr freier Tag, der Wochenplan warnt Sie.

Im Arbeitsvertrag von Clino wählen Sie eine von zwei Regeln: Lohn plus Zuschlag Ihres Kantons, oder Freizeit gleicher Dauer innert drei Monaten. Dazu steht drin, dass bezahlte Stunden nicht nachgearbeitet werden.

Eine Liste, zwei Unterschriften

Die Familie muss belegen können, was sie bezahlt hat, die Nanny, was sie gearbeitet hat. Lohnforderungen verjähren erst nach fünf Jahren (Art. 128 Ziff. 3 OR). Eine Liste pro Monat (in einigen Kantonen jede Woche), von beiden unterschrieben, erspart Ihnen beiden den Streit.

Stundenblatt

Oktober 2026

DatumZeitStd.Art
Mi 21.10.17:00–19:302.50Überstunden
Fr 23.10.19:00–00:305.50Überstunden
Total über dem Vertrag8.00

Mit der Lohnabrechnung Oktober: Lohn und Zuschläge.

Oder Freizeit bis 23.01.2027, wenn beide einverstanden sind.

Familie

Nanny

Visiert am 31.10.2026

In Zürich führt die Familie die Stundenkontrolle (NAV ZH, Art. 5 Abs. 4).

Mit Clino können Sie die Zeiterfassung einschalten: Die Nanny trägt ihre Stunden selbst ein, Sie bestätigen sie im Dashboard, bevor Sie den Lohn abrechnen.

Häufige Fragen

Muss ich Überstunden der Nanny bezahlen?
Ja. Jede Stunde über dem Vertrag kostet nach Art. 321c OR den Lohn plus mindestens 25 %, ausser ein schriftlicher Vertrag oder der NAV Ihres Kantons regelt es anders; Zürich und Obwalden etwa streichen den Zuschlag für Teilzeitangestellte. Mit ihrem Einverständnis können Sie stattdessen Freizeit von mindestens gleicher Dauer geben.
Darf im Vertrag stehen, dass Überstunden im Lohn inbegriffen sind?
Schriftlich grundsätzlich ja, mündlich nein (Art. 321c Abs. 3 OR); einige NAV, etwa Uri und Nidwalden, schränken das ein. Fair ist so eine Klausel nur, wenn der Lohn deutlich über dem liegt, was die vereinbarten Stunden kosten. Sonst arbeitet sie die Abende gratis.
Ist ein Abend Babysitting durch die Nanny eine Überstunde?
Ja, wenn die Stunden über ihren Vertrag hinausgehen: Es ist Arbeit für dieselbe Familie, die Stunden zählen zur Woche. Einen eigenen Abendtarif ohne Zuschlag können Sie nur schriftlich vereinbaren.
Was kostet eine Nacht mit dem Babyphone?
Was Sie abmachen, am besten schriftlich. Ohne Abmachung und ohne Regel im NAV gilt Bereitschaft im Haus als normale Arbeitszeit (BGE 124 III 249). Für Nannys regeln es ausdrücklich Genf, Wallis und Appenzell Ausserrhoden. Genf verlangt zwischen 20:00 und 07:00 mindestens 60 % des Mindestlohns pro Stunde. In Appenzell Ausserrhoden sind es bei bis zu 12 Einsätzen im Monat 25 % des Stundenlohns, mindestens CHF 5 pro Stunde, und jedes Aufstehen zählt zusätzlich als Arbeitszeit.
Ich zahle einen Monatslohn. Wie rechne ich eine Überstunde?
Monatslohn geteilt durch die Stunden im Monat, also Wochenstunden mal 52 durch 12. Bei CHF 5'000 und 42 Stunden pro Woche sind das 182 Stunden: CHF 27.47 pro Stunde, mit 25 % Zuschlag CHF 34.34. Bei Vollzeit rechnen die NAV von Zürich, Obwalden und Appenzell Innerrhoden den Monat zu vier Wochen; mit denselben Zahlen wären das CHF 29.76 pro Stunde, mit Zuschlag CHF 37.20. Mit 42 Stunden ist sie in Zürich allerdings Teilzeit (Vollzeit: 43 Stunden, Art. 5 Abs. 1): Steht im Vertrag kein Zuschlag, verlangt der NAV dort keinen (Art. 24 Abs. 2), also mindestens CHF 27.47 pro Überstunde.
Muss ich die Stunden aufschreiben?
In den meisten Kantonen verlangt der NAV von der Familie eine Kontrolle der Stunden, in Appenzell Ausserrhoden schreibt die Nanny selbst auf. Auch wo nichts vorgeschrieben ist: Im Streit zählt, was belegt ist, und Lohnforderungen verjähren erst nach fünf Jahren.

Quellen

Stand: 22. Oktober 2026. Zuschläge, Nachtzeiten, Fristen und Stundenkontrolle der übrigen Kantone aus deren NAV für die Hauswirtschaft, wie sie der Wochenplan anzeigt.

Nanny anmelden

Clino schreibt die Regel Ihres Kantons für Überstunden und Nachtarbeit in den Vertrag und rechnet die Zuschläge jeden Monat ab: Vertrag und AHV-Anmeldung, Lohnabrechnung jeden Monat, Lohnausweis Ende Jahr.

Ihre Woche im Plan (Zürich): 8 Extra-Stunden, mit Zuschlägen CHF 300. Diese Stunden tragen Sie für die Lohnabrechnung ein.

Zürich: Nanny anmelden, Schritte und Regeln →
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30 Tage gratis, danach CHF 19.90/Monat · jederzeit kündbar

Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino