In Schwyz und Nidwalden, 2025 auch in Zug, gibt es mehr Steuerpflichtige mit über 10 Millionen Franken Vermögen als Haushalte, die ihre Putzhilfe vereinfacht anmelden
Clino hat erstmals die Vermögenssteuerstatistik der ESTV mit den Haushalten gekreuzt, die ihre Putzfrau, Nanny oder Betreuerin bei der AHV anmelden. Zug hat doppelt so viele Vermögensmillionäre wie die Schweiz im Schnitt, aber nur ein Viertel mehr angemeldete Haushalte. Über 20 Kantone hinweg folgt die Anmeldung dem Reichtum kaum. Ob die Reichen schwarz beschäftigen oder anders anmelden, kann die Bundesstatistik nicht beantworten: Genau das ist der Befund.
Zusammenfassung
Wer eine Putzhilfe, Nanny oder Betreuerin beschäftigt, muss sie ab dem ersten Franken bei der AHV anmelden. Viele Haushalte tun das im vereinfachten Abrechnungsverfahren; das Bundesamt für Sozialversicherungen zählt sie pro Kanton: 65’669 waren es 2025. Die Eidgenössische Steuerverwaltung zählt pro Kanton, wie viele Steuerpflichtige über eine Million Franken Reinvermögen versteuern: 373’567 waren es 2022. Clino hat die beiden Statistiken erstmals nebeneinandergelegt.
In der Schweiz kommen 5,7 Vermögensmillionäre auf einen angemeldeten Haushalt. In Nidwalden sind es 14,2, in Zug 10,1, in Schwyz 9,7. In Zürich sind es 3,9, in Bern 3,7, im Tessin 2,9. In Schwyz und Nidwalden versteuern sogar mehr Steuerpflichtige über zehn Millionen Franken, als Haushalte im vereinfachten Verfahren angemeldet sind; in Zug gilt das nur mit dem Stand 2025 (2024: 1’597 angemeldete Haushalte).
Der Grund ist nicht, dass Zug wenig anmeldet: Mit 20,4 angemeldeten Haushalten pro 1’000 liegt Zug über dem Schweizer Schnitt von 16,2. Der Grund ist, dass die Anmeldungen dem Reichtum kaum folgen. Zug hat einen Millionärsanteil von 15,6 % (Schweiz 7,2 %), aber nur 26 % mehr Anmeldungen pro Haushalt. Über die 20 Kantone ohne Chèque-Emploi beträgt die Korrelation zwischen Millionärsanteil und Anmeldequote r = +0,24. Dabei konzentriert sich die Nachfrage nach Haushaltshilfe bei den hohen Einkommen: Das einkommensstärkste Fünftel zahlt laut Haushaltsbudgeterhebung des BFS 52 % aller Ausgaben für häusliche Dienste.
Das ist kein Beleg für Schwarzarbeit. Das vereinfachte Verfahren ist auf kleine Pensen zugeschnitten: Wer einer Person mehr als CHF 22’680 im Jahr zahlt, muss ordentlich abrechnen und erscheint in dieser Statistik nicht. Genau diese Haushalte, mit Haushälterin, Vollzeit-Nanny oder Personal über eine Agentur, dürften in Zug und Schwyz häufig sein. Wie viele es sind, publizieren die Ausgleichskassen dieser Kantone nicht. Die Frage, ob die Reichen ihre Haushaltshilfen anmelden, ist mit öffentlichen Daten nicht zu beantworten.
Die Rangliste: Wie viele Millionäre auf einen angemeldeten Haushalt kommen
Gezählt werden Steuerpflichtige mit über einer Million Franken Reinvermögen (Vermögen minus Schulden, Wohnsitzkanton, Ende 2022; Ehepaare zählen als eine Steuereinheit) und Haushalte, die 2025 als Arbeitgebende im vereinfachten Verfahren registriert waren. Die Quote ist ein Verhältnis zweier Bestände, keine Aussage über einzelne Haushalte: Die meisten angemeldeten Haushalte sind keine Millionäre, und die meisten Millionäre beschäftigen vermutlich niemanden im vereinfachten Verfahren.
| # | Millionäre je Haushalt | |
|---|---|---|
| 1 | Nidwalden3’163 Millionäre · 222 angemeldete Haushalte | 14,2 |
| 2 | Appenzell Innerrhoden1’367 Millionäre · 123 angemeldete Haushalte | 11,1 |
| 3 | Zug11’810 Millionäre · 1’169 angemeldete Haushalte | 10,1 |
| 4 | Schwyz14’566 Millionäre · 1’499 angemeldete Haushalte | 9,7 |
| 5 | Basel-Landschaft8’461 Millionäre · 895 angemeldete Haushalte | 9,5 |
| 6 | St. Gallen25’203 Millionäre · 2’681 angemeldete Haushalte | 9,4 |
| 7 | Obwalden1’905 Millionäre · 213 angemeldete Haushalte | 8,9 |
| 8 | Graubünden11’897 Millionäre · 1’359 angemeldete Haushalte | 8,8 |
| 9 | Luzern17’163 Millionäre · 2’039 angemeldete Haushalte | 8,4 |
| 10 | Uri1’380 Millionäre · 201 angemeldete Haushalte | 6,9 |
| 11 | Glarus1’563 Millionäre · 229 angemeldete Haushalte | 6,8 |
| 12 | Appenzell Ausserrhoden3’108 Millionäre · 486 angemeldete Haushalte | 6,4 |
| 13 | Thurgau12’659 Millionäre · 2’085 angemeldete Haushalte | 6,1 |
| 14 | Schaffhausen3’304 Millionäre · 575 angemeldete Haushalte | 5,7 |
| 15 | Aargau28’345 Millionäre · 5’866 angemeldete Haushalte | 4,8 |
| 16 | Basel-Stadt7’265 Millionäre · 1’734 angemeldete Haushalte | 4,2 |
| 17 | Zürich89’440 Millionäre · 22’796 angemeldete Haushalte | 3,9 |
| 18 | Bern40’881 Millionäre · 10’919 angemeldete Haushalte | 3,7 |
| 19 | Tessin13’636 Millionäre · 4’744 angemeldete Haushalte | 2,9 |
| 20 | Solothurn5’518 Millionäre · 1’996 angemeldete Haushalte | 2,8 |
Steuerpflichtige mit über CHF 1 Mio. Reinvermögen 2022 (ESTV, unbeschränkte Steuerpflicht; Ehepaare zählen einmal) geteilt durch Haushalte, die 2025 im vereinfachten Abrechnungsverfahren als Arbeitgebende registriert waren (BSV Detailtabelle 4.2). Schweiz: 5,7. Kein Vorwurf an einzelne Haushalte: Wer eine Person über CHF 22’680 im Jahr beschäftigt, darf das vereinfachte Verfahren nicht nutzen und rechnet ordentlich ab; diese Haushalte fehlen hier. 20 Kantone ohne Chèque-Emploi. Quelle: ESTV, BSV.
Oben stehen die steuergünstigen Kantone der Zentralschweiz und Appenzell Innerrhoden, unten Solothurn, das Tessin, Bern und Zürich. Basel-Landschaft steht weit oben, aber aus einem anderen Grund: Seine Ausgleichskasse rechnet die meisten Haushalte ordentlich ab (siehe unten).
Hypothese 1: In den reichsten Kantonen kommen am wenigsten Anmeldungen auf die Millionäre. Für die Zentralschweiz bestätigt.
Clino hatte vermutet, dass Zug, Schwyz, Nidwalden und Obwalden pro Millionär am wenigsten Anmeldungen haben, Basel-Stadt und Zürich am meisten. Für die Zentralschweiz trifft das zu: Nidwalden, Zug und Schwyz liegen unter den ersten vier, Obwalden auf Rang 7. Auch das andere Ende stimmt weitgehend: Die meisten Anmeldungen pro Millionär haben Solothurn, das Tessin, Bern, Zürich und Basel-Stadt. Basel-Stadt allerdings nicht, weil dort besonders viel angemeldet würde, sondern weil die Steuerstatistik dort weniger Millionäre ausweist als im Schweizer Schnitt (6,0 %).
Am deutlichsten wird es bei den sehr grossen Vermögen. Der Kanton Schwyz zählt 1’677 Steuerpflichtige mit über zehn Millionen Franken, aber 1’499 Haushalte im vereinfachten Verfahren. Nidwalden 357 zu 222. In Zug (1’260 zu 1’169) hängt der Befund am Rückgang 2025: Mit dem Stand 2024 (1’597 Haushalte) gäbe es mehr Anmeldungen als Multimillionäre. In Zürich stehen 4’488 Multimillionären 22’796 angemeldete Haushalte gegenüber.
| Kanton | Über 10 Mio. | Angem. 2025 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Schwyz | 1’677 | 1’499 | 1’606 |
| Zug | 1’260 | 1’169 | 1’597 |
| Nidwalden | 357 | 222 | 273 |
| Appenzell Innerrhoden | 110 | 123 | 123 |
| Graubünden | 618 | 1’359 | 1’699 |
| Luzern | 989 | 2’039 | 2’331 |
| Zürich | 4’488 | 22’796 | 20’628 |
| Bern | 1’490 | 10’919 | 11’025 |
| CH | 20’479 | 65’669 | 68’247 |
Über 10 Mio. = Steuerpflichtige mit über CHF 10 Mio. Reinvermögen 2022 (ESTV, unbeschränkte Steuerpflicht). Angem. = Haushalte im vereinfachten Abrechnungsverfahren 2025 und 2024 (BSV Detailtabelle 4.2), eine Untergrenze: Wer einer Person mehr als CHF 22’680 im Jahr zahlt, rechnet ordentlich ab und fehlt hier. Zug hatte 2024 noch mehr angemeldete Haushalte als Multimillionäre; der Rückgang 2025 ist nicht erklärt (siehe Text). Kantone mit von der ESTV unterdrückten Zellen in dieser Klasse (UR, OW, SO, SH) sind nicht aufgeführt. Quelle: ESTV, BSV.
Hypothese 2: Die Anmeldungen steigen viel weniger als der Reichtum. Bestätigt, mit grosser Unsicherheit.
Wenn Haushaltshilfe vor allem von Wohlhabenden bezahlt wird, müssten Kantone mit mehr Millionären deutlich mehr angemeldete Haushalte haben. Über die 20 Kantone ohne Chèque-Emploi ist der Zusammenhang schwach: r = +0,24 für den Millionärsanteil, r = +0,32 für den Anteil der Steuerpflichtigen mit über CHF 200’000 reinem Einkommen. In einem einfachen Modell (Logarithmus der Anmeldequote gegen Logarithmus des Millionärsanteils) gehen doppelt so viele Millionäre mit rund 20 % mehr Anmeldungen einher. Das 95-%-Intervall reicht von −8 % bis +65 % (Bootstrap, Elastizität 0,27, Intervall −0,12 bis 0,72). Eine proportionale Beziehung (doppelt so viele Millionäre, doppelt so viele Anmeldungen) liegt ausserhalb dieses Intervalls.
Jeder Punkt ein Kanton. x: Anteil der unbeschränkt Steuerpflichtigen mit über CHF 1 Mio. Reinvermögen, 2022 (ESTV). y: Haushalte, die 2025 im vereinfachten Abrechnungsverfahren als Arbeitgebende registriert waren, pro 1’000 Privathaushalte (BSV, BFS). r = +0,24. Zug und Schwyz haben doppelt so viele Millionäre wie der Schnitt und liegen bei den Anmeldungen nur rund ein Viertel darüber. Die sechs Westschweizer Chèque-Emploi-Kantone fehlen, weil ihre Anmeldungen grösstenteils nicht in dieser Statistik stehen. Quelle: ESTV, BSV, BFS.
Eine Zahl «fehlender» Arbeitgeber pro Kanton publiziert Clino bewusst nicht. Sie hängt vollständig an der Annahme, wie stark die Nachfrage mit dem Vermögen steigt. Rechnet man mit den Ausgaben pro Einkommensfünftel aus der Haushaltsbudgeterhebung, liegt Zug nahe am Erwartungswert und die grössten Lücken haben Basel-Landschaft, Nidwalden, Luzern und St. Gallen; rechnet man proportional zu den Millionären, hätte Zug rund 2’413 statt 1’169 angemeldete Haushalte und Schwyz rund 2’976 statt 1’499. Beides ist mit den öffentlichen Daten vereinbar. Robust ist nur der Befund, dass die Anmeldequote den Reichtum eines Kantons kaum abbildet.
Wer bezahlt Haushaltshilfe? Vor allem das einkommensstärkste Fünftel
Die Haushaltsbudgeterhebung des BFS weist die Ausgaben für «häusliche Dienste» nach Einkommensfünftel aus. Das einkommensstärkste Fünftel (Bruttoeinkommen ab CHF 13’717 im Monat) gab 2020–2021 im Schnitt CHF 55,31 pro Monat aus, die drei mittleren Fünftel zwischen CHF 9,38 und 15,10. Damit entfallen 52 % aller Ausgaben auf das oberste Fünftel; in den Perioden 2015–2017 und 2018–2019 waren es 56 % und 57 %. Die Werte einzelner Fünftel sind Stichprobenschätzungen mit grossem Fehlerbereich, die Richtung ist in allen drei Perioden dieselbe.
BFS Haushaltsbudgeterhebung, Position 5852 «Häusliche Dienste», CHF pro Haushalt und Monat; Fünftel nach Bruttoeinkommen (oberstes ab CHF 13’717 im Monat). Das oberste Fünftel bestreitet 52 % dieser Ausgaben (2015–2017, 2018–2019, 2020–2021: 56 %, 57 %, 52 %). Die Werte der Fünftel sind Stichprobenschätzungen mit geringer Genauigkeit (BFS-Code e, Variationskoeffizient ab 10 %). Quelle: BFS HABE.
Warum das kein Beweis für Schwarzarbeit ist: Die Reichen fallen aus der Statistik
Das vereinfachte Verfahren ist nur offen, wenn kein Lohn CHF 22’680 im Jahr übersteigt und die gesamte Lohnsumme unter CHF 60’480 bleibt (AHV-Merkblatt 2.07, Stand 2026). Eine Putzhilfe, die zwei volle Tage pro Woche zu CHF 30 in der Stunde arbeitet, überschreitet die erste Grenze bereits. Haushalte mit grösseren Pensen rechnen im ordentlichen Verfahren ab, wie ein Unternehmen, und erscheinen in der Bundesstatistik nicht als Haushalte. Ebenso wenig Haushalte, die ihre Hilfe über eine Agentur wie Batmaid oder Helpling buchen: Dort ist die Agentur die Arbeitgeberin.
Wie gross dieser unsichtbare Teil ist, zeigen die wenigen Ausgleichskassen, die alle Haushaltsarbeitgeber zählen. In Zürich ist das vereinfachte Verfahren nur gut die Hälfte davon, in Basel-Landschaft ein Sechstel. Rechnet man mit diesen Gesamtzahlen, kommen in Zürich 2,3 Millionäre auf einen Haushaltsarbeitgeber, im Tessin 1,1, in Basel-Landschaft 1,5. Für Zug, Schwyz und Nidwalden fehlt eine solche Zahl: Die Jahresberichte von 15 weiteren Deutschschweizer Kassen nennen nur alle Arbeitgebenden zusammen, die Zuger Kasse publiziert keinen Jahresbericht online.
| Kanton | Alle Verfahren | Vereinfacht | Anteil | Mio. je HH (alle) | Mio. je HH (vereinf.) |
|---|---|---|---|---|---|
| Zürich | 39’741 | 22’796 | 57 % | 2,3 | 3,9 |
| Basel-Landschaft | 5’776 | 895 | 15 % | 1,5 | 9,5 |
| Tessin | 12’106 | 4’744 | 39 % | 1,1 | 2,9 |
Haushaltsarbeitgeber in allen Verfahren laut Jahresbericht der Ausgleichskasse; vereinfachtes Verfahren laut BSV Detailtabelle 4.2; Millionäre laut ESTV 2022. Die Kategorien sind zwischen den Kassen nicht identisch definiert. Für die anderen Kantone publiziert die Kasse keine solche Zahl. Quelle: SVA Zürich, Jahresbericht 2025, S. 75; SVA Basel-Landschaft, Jahresbericht 2025, S. 28; IAS Ticino, Rendiconto 2025, Tab. 4.1; BSV; ESTV.
Hypothese 3: Pauschalbesteuerte hinterlassen keine Spur in der Anmeldestatistik. Nicht prüfbar.
Die ESTV zählte 2022 3’486 nach dem Aufwand Besteuerte. 57 % davon leben in den sechs Westschweizer Chèque-Emploi-Kantonen, vor allem in der Waadt, im Wallis und in Genf, deren Anmeldungen grösstenteils nicht in der AHV-Statistik stehen; dazu kommt das Tessin mit 682. In Zürich, Basel-Stadt, Basel-Landschaft, Schaffhausen und Appenzell Ausserrhoden ist die Pauschalbesteuerung abgeschafft. Ein Vergleich mit den Anmeldungen ist deshalb nicht möglich. Pauschalbesteuerte sind zudem nicht in der Vermögenssteuerstatistik enthalten; die Millionärszahlen dieser Studie unterschätzen den Reichtum in Kantonen wie Zug, Schwyz oder Graubünden eher.
Offene Fragen: Der Einbruch in Zug und die Gemeinden
Zug verlor von 2024 auf 2025 26,8 % seiner Haushalte im vereinfachten Verfahren, von 1’597 auf 1’169. Mit dem Stand 2024 hätte Zug mehr angemeldete Haushalte als Multimillionäre. Eine öffentliche Erklärung hat Clino nicht gefunden: Weder der Geschäftsbericht des Kantons noch die Erläuterungen des BSV nennen einen Grund. Dieselbe BSV-Tabelle weist für 2024 1’402 Arbeitnehmende aus, kaum weniger als im Vorjahr (1’420), und CHF 528’887 abgerechnete Beiträge, die höchste Summe seit 2018. Die Zahl der Arbeitgebenden ist in Zug schon früher gesprungen: von 2’039 (2017) auf 1’589 (2018) und zurück auf 1’992 (2019). Ob 2025 weniger Haushalte angestellt haben oder anders gezählt wurde, kann nur die Ausgleichskasse beantworten. Für Schwyz und Nidwalden gilt der Befund in beiden Jahren.
Auf Gemeindeebene, an der Goldküste oder in Genfs rive gauche, wäre der Vergleich am aussagekräftigsten. Keine Ausgleichskasse und kein Chèque-Service publiziert jedoch angemeldete Haushalte nach Gemeinde.
Was das für Haushalte heisst
Für einen Haushalt in Wollerau gilt dasselbe wie für einen in Olten: Ab dem ersten Franken Lohn sind AHV-Beiträge geschuldet, ab dem ersten Arbeitstag braucht es eine Unfallversicherung. Bis CHF 22’680 Lohn pro Person und CHF 60’480 Lohnsumme steht das vereinfachte Verfahren offen, darüber rechnet der Haushalt ordentlich ab, mit Lohnausweis, Jahresabrechnung und, je nach Pensum, beruflicher Vorsorge. Die Anmeldung bei der kantonalen Ausgleichskasse erklärt Clino Schritt für Schritt für jeden Kanton; entscheiden und unterschreiben muss der Haushalt selbst.
Alle 26 Kantone im Detail
| Kanton | Angemeldet | pro 1’000 HH | Mio. | Anteil Mio. | > 200k | Mio. je Haushalt | Pausch. | Chèque |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nidwalden | 222 | 10,8 | 3’163 | 11,9 % | 4,8 % | 14,2 | 55 | |
| Appenzell Innerrhoden | 123 | 17,5 | 1’367 | 14,3 % | 3,7 % | 11,1 | 19 | |
| Zug | 1’169 | 20,4 | 11’810 | 15,6 % | 11,6 % | 10,1 | 125 | |
| Schwyz | 1’499 | 20,2 | 14’566 | 14,9 % | 7,7 % | 9,7 | 53 | |
| Basel-Landschaft | 895 | 6,6 | 8’461 | 4,8 % | 4,7 % | 9,5 | 0 | |
| St. Gallen | 2’681 | 11,2 | 25’203 | 8,3 % | 2,3 % | 9,4 | 28 | |
| Obwalden | 213 | 12,3 | 1’905 | 8,5 % | 3,4 % | 8,9 | 58 | |
| Graubünden | 1’359 | 13,9 | 11’897 | 10,0 % | 2,5 % | 8,8 | 182 | |
| Luzern | 2’039 | 10,6 | 17’163 | 7,0 % | 2,9 % | 8,4 | 82 | |
| Uri | 201 | 12,0 | 1’380 | 6,6 % | 1,7 % | 6,9 | 17 | |
| Glarus | 229 | 12,0 | 1’563 | 6,5 % | 1,8 % | 6,8 | – | |
| Appenzell Ausserrhoden | 486 | 19,4 | 3’108 | 9,5 % | 2,8 % | 6,4 | – | |
| Thurgau | 2’085 | 15,8 | 12’659 | 7,7 % | 2,2 % | 6,1 | 35 | |
| Schaffhausen | 575 | 14,0 | 3’304 | 6,6 % | 2,3 % | 5,7 | 0 | |
| Aargau | 5’866 | 18,3 | 28’345 | 6,9 % | 2,7 % | 4,8 | 19 | |
| Basel-Stadt | 1’734 | 17,1 | 7’265 | 6,0 % | 5,3 % | 4,2 | 0 | |
| Zürich | 22’796 | 31,3 | 89’440 | 9,7 % | 6,0 % | 3,9 | 0 | |
| Bern | 10’919 | 21,9 | 40’881 | 6,5 % | 2,1 % | 3,7 | 147 | |
| Tessin | 4’744 | 27,7 | 13’636 | 6,3 % | 3,3 % | 2,9 | 682 | |
| Solothurn | 1’996 | 15,2 | 5’518 | 3,3 % | 2,3 % | 2,8 | – | |
| Jura | 10 | 0,3 | 1’158 | 2,5 % | 1,3 % | 115,8 | 0 | ja |
| Neuenburg | 66 | 0,8 | 3’471 | 3,2 % | 2,2 % | 52,6 | 20 | ja |
| Genf | 716 | 3,3 | 20’880 | 6,9 % | 5,8 % | 29,2 | 457 | ja |
| Waadt | 1’421 | 3,7 | 28’230 | 5,9 % | 4,8 % | 19,9 | 730 | ja |
| Wallis | 869 | 5,1 | 10’967 | 5,0 % | 1,8 % | 12,6 | 723 | ja |
| Freiburg | 547 | 3,7 | 6’106 | 3,2 % | 2,3 % | 11,2 | 54 | ja |
| CH | 65’669 | 16,2 | 373’567 | 7,2 % | 3,8 % | 5,7 | 3’486 |
Angemeldet = Arbeitgebende im vereinfachten Abrechnungsverfahren 2025 (BSV). Mio. = unbeschränkt Steuerpflichtige mit über CHF 1 Mio. Reinvermögen 2022 (ESTV). > 200k = Anteil Steuerpflichtige der direkten Bundessteuer mit über CHF 200’000 reinem Einkommen 2022 (ESTV). Pausch. = Pauschalbesteuerte 2022 (ESTV, «–» = unterdrückt). Chèque-Kantone: Anmeldungen grösstenteils ausserhalb dieser Statistik. Vollständige Spalten im CSV.
Quellen
- ESTV: Gesamtschweizerische Vermögenssteuerstatistik der natürlichen Personen 2022 (statistik-vermoegen-np-2022.xlsx) (2025), Steuerpflichtige nach Reinvermögensklassen, unbeschränkte Steuerpflicht
- ESTV: Die Verteilung der steuerbaren Vermögen in der Schweiz im Jahr 2022 (29.10.2025), Datenbasis, Pauschalbesteuerte nicht enthalten
- ESTV: Statistik der direkten Bundessteuer, natürliche Personen, Kantone, Steuerperiode 2022 (10.2025), Reines Einkommen nach Klassen; Sonderfall Pauschalierte
- BSV: Durchführung der AHV, Detailtabelle 4.2 Vereinfachtes Abrechnungsverfahren (AK-4.2_d.xlsx) (15.7.2026), Arbeitgebende pro Ausgleichskasse 2024 und 2025
- BFS STATPOP: Privathaushalte nach Kanton am 31. Dezember 2024 (cc-d-01.02.02.02) (17.9.2025), 4’063’044 Privathaushalte
- BFS: Haushaltsbudgeterhebung, Detaillierte Haushaltsausgaben nach Einkommensklasse (T20.02.01.02.12) (12.11.2024), Position 5852 Häusliche Dienste, 2015 bis 2021
- BSV / AHV-IV: Merkblatt 2.07 Vereinfachtes Abrechnungsverfahren für Arbeitgebende (1.1.2026), Grenzen CHF 22’680 pro Person, CHF 60’480 Lohnsumme
- SVA Zürich, Jahresbericht 2025, S. 75; SVA Basel-Landschaft, Jahresbericht 2025, S. 28; IAS Ticino, Rendiconto 2025, Tab. 4.1 (2026), Haushaltsarbeitgeber in allen Verfahren
- Clino: Anmelde-Graben 2026 (19.9.2026), Aufbereitung der BSV-Tabelle 4.2 pro Kanton
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Über Clino
Clino ist eine Schweizer SaaS-Plattform, die privaten Haushalten ermöglicht, ihre Haushaltshilfe legal anzustellen: Lohnabrechnung, Arbeitsvertrag und AHV-Anmeldung; Clino führt durch das Verfahren, die Versicherung schliesst der Haushalt selbst ab. CHF 19.90/Monat. Alle 26 Kantone. Gegründet 2026 in Zürich. clino.ch




















