Skip to content
Jobs

Als Nanny in der Schweiz arbeiten: Verdienst du wirklich genug - und bist du richtig versichert?

Du liebst Kinder und möchtest als Nanny, Babysitterin oder Tagesmutter in der Schweiz arbeiten? Gute Nachricht: Das ist ein richtiger Beruf - mit fairem Lohn, klaren Rechten und echten Aufstiegschancen. Hier erfährst du, was du verdienst, was dir zusteht und wie du in vier Schritten zur gefragten Profi-Nanny wirst.

15. Juni 2026·Lesezeit: 9 Minuten
CHF
In short
Updated August 2026

Als Nanny im Privathaushalt bist du eine ganz normale Angestellte: Du verdienst mindestens rund CHF 20.35 pro Stunde, hast Anspruch auf Ferien, Lohn bei Krankheit und Versicherung - und mit einem Zertifikat verdienst du oft deutlich mehr.

  • Als Nanny in einem Privathaushalt bist du Angestellte - mit Vertrag, Lohnabrechnung und Sozialversicherungen.
  • Mindestlohn rund CHF 20.35/h - erfahrene Nannys verhandeln mehr.
  • Ferien, Lohnfortzahlung und Unfallversicherung gehören dir von Gesetzes wegen.
  • Ein Nanny-Zertifikat baut Vertrauen auf - bei Clino gratis in rund 40 Minuten.

Clino ist keine Stellenvermittlung

Wir publizieren keine Jobs, stellen niemanden an und vermitteln keine Visa. Dieser Guide zeigt dir den korrekten Weg — wähl deine Situation:

Was verdient eine Nanny in der Schweiz?

Es gibt keinen schweizweit fixen Nanny-Tarif. Als Untergrenze gilt der kantonale Normalarbeitsvertrag (NAV) Hauswirtschaft, der auch für die Kinderbetreuung im Privathaushalt angewendet wird.

Die NAV-Mindestlöhne richten sich nach deiner Erfahrung und Qualifikation. In der Praxis verhandeln erfahrene Nannys, besonders bei mehreren Kindern oder Live-in-Betreuung, oft Löhne klar über dem Minimum. Betreust du zusätzlich Senioren, zeigt dir unser Ratgeber zum Arbeiten als Betreuerin in der Schweiz, was du dort verdienst und wie du sauber einsteigst.

CHF 20.35

ohne Qualifikation

CHF 22.30

mit 4+ Jahren Erfahrung oder EBA

CHF 24.55

mit EFZ oder 3-jähriger Grundbildung

Was am Ende auf deinem Konto landet, hängt vom Brutto-Netto-Abzug ab (AHV, ALV, Unfallversicherung). Lass dir immer eine korrekte Lohnabrechnung geben - sie ist dein Beweis für eine faire Anstellung.

So sieht eine korrekte Lohnabrechnung aus

Jeden Monat, schriftlich. Die Abzüge sind kein Verlust - jede Zeile kauft dir etwas. Tipp auf die Nummern:

LohnabrechnungMärz 2026

Maria Gonzalez, Nanny

1Stunden × Stundenlohn · 108.33 × CHF 22.302'415.76
2Ferienzuschlag · 8.33%201.23
3Bruttolohn2'616.99
4AHV/IV/EO · 5.3%138.70
5ALV · 1.1%28.79
6UVG Nichtberufsunfall · 1.432%37.48
7Quellensteuer · 5%130.85
8Nettolohn - das kommt an2'281.17
  1. 1

    Vergleich das mit deinen wirklich geleisteten Stunden. Schreib sie selbst mit.

  2. 2

    Deine 4 Wochen Ferien, bei Stundenlohn jeden Monat mitbezahlt statt später.

  3. 3

    Die Basis für alles Weitere - und die Zahl, die im Vertrag steht.

  4. 4

    Deine Rente. Dein Arbeitgeber zahlt denselben Betrag nochmals dazu, nicht du allein.

  5. 5

    Arbeitslosenversicherung: Taggeld, wenn die Stelle wegfällt.

  6. 6

    Unfallversicherung für die Freizeit. Berufsunfälle zahlt dein Arbeitgeber - ab der ersten Stunde.

  7. 7

    Im vereinfachten Verfahren ist deine Steuer damit erledigt. Keine Steuererklärung für diesen Lohn.

  8. 8

    Was auf dein Konto geht. Bar und ohne Abrechnung ist ein Warnzeichen.

Fehlt die AHV-Zeile, bist du nicht angemeldet

Dann ist es Schwarzarbeit - egal wie nett es gemeint ist. Ohne Anmeldung hast du keine Unfallversicherung, keinen Rentenbeitrag, kein Taggeld und keinen Beweis, dass du überhaupt gearbeitet hast.

Beispiel: 25 Std./Woche zu CHF 22.30/Std. in Zürich, vereinfachtes Verfahren (Löhne bis CHF 22'680/Jahr). Im ordentlichen Verfahren kommen BVG dazu und die Steuer wird normal veranlagt.

CHF 10-30 für dich

Lass dich von deinem Arbeitgeber korrekt anmelden

Teile deinen persönlichen Link. Meldet dich dein Arbeitgeber über Clino an, bekommst du CHF 10 und nochmals CHF 20, sobald er aktiv ist. Und du bist legal angestellt und versichert.

Kein Konto nötig. Du bekommst deinen Link sofort.

Und was verdienst du beim Babysitten?

Gelegentliches Babysitten wird meist mit CHF 20 bis 30 pro Stunde bezahlt, je nach Stadt, Erfahrung und Anzahl Kinder. Der NAV-Mindestlohn von CHF 20.35 gilt rechtlich erst ab 5 Stunden pro Woche bei derselben Familie; darunter ist der Lohn frei verhandelbar, fair ist aber auch dort mindestens der NAV-Ansatz.

Auch fürs Babysitten gilt: Erwachsene sind ab dem ersten Franken AHV-pflichtig. Nur wenn du unter 25 bist und pro Familie höchstens CHF 750 im Jahr verdienst, bleibt der Lohn AHV-frei. Darüber muss dich die Familie anmelden, sonst bist du bei einem Unfall nicht versichert.

Welcher Kanton lohnt sich? Sprache, Lohn und Lebenskosten

Wo du als Nanny arbeitest, beeinflusst drei Dinge: die Sprache (du betreust in der Sprache der Familie), den durchschnittlichen Lohn und die Lebenshaltungskosten. Filtere unten nach Sprachregion und sortiere nach dem, was dir wichtig ist.

Schweizer Karte: Lohn & Lebenskosten

ZHBELUURSZFRSOBLSHSGGRAGTGTIVDVSNEGEJU

Ø Bruttolohn CHF/Std.

≤2526–2728–29≥30

Zurich

DE
Ø Lohn
CHF 29/Std.
Lebenskosten
Hoch
Kinderzulage
CHF 215/Kind·Mt.
Anmeldung im Kanton Zurich ansehen

Kanton-Finder: Sprache, Lohn & Lebenskosten

Vergleiche Sprache, durchschnittlichen Lohn und Lebenshaltungskosten. Filtere nach Sprache und sortiere nach dem, was dir wichtig ist.

Sprachregion

Sortieren nach

Ø-Lohn = geschätzter Bruttostundenlohn im Privathaushalt (BFS). Lebenskosten und «Lohn/Kosten» sind eine grobe Orientierung (Miete + Preisniveau). Jobangebot und konkrete Miete deiner Stadt können das Bild verändern.

Wichtig: Ein hoher Lohn in Genf oder Zürich geht oft für die Miete drauf. In Kantonen wie Wallis, Jura oder Solothurn verdienst du etwas weniger, aber Miete und Krankenkasse sind tiefer - am Monatsende kann sogar mehr übrig bleiben. Weitere Ressourcen für Nannys, darunter Löhne nach Kanton, deine Rechte und eine Lebenslauf-Vorlage, findest du gesammelt auf unserer Seite für Nannys.

Deine Rechte als angestellte Nanny

Sobald du regelmässig in einer Familie arbeitest, bist du Arbeitnehmerin im Sinne des Obligationenrechts. Diese Rechte gelten, egal ob du 4 oder 40 Stunden pro Woche arbeitest:

Schriftlicher Vertrag

Du hast Anspruch auf einen klaren Arbeitsvertrag mit Lohn, Arbeitszeit und Aufgaben.

4 Wochen Ferien (5 unter 20)

Mindestens 4 Wochen bezahlte Ferien pro Jahr, anteilig auch bei Teilzeit.

Lohn bei Krankheit

Bist du krank, läuft dein Lohn weiter - je nach Dienstjahren (z. B. nach der Berner Skala).

Versichert ab der 1. Stunde

Deine Familie muss dich gegen Berufsunfälle versichern (UVG) und AHV abrechnen.

What's your next step?

Two quick questions - and you'll see exactly what to do now.

1. Do you already work for a family?

Du passt nicht einfach nur auf - du übernimmst Verantwortung für das Wertvollste einer Familie. Tritt so auf, und werde so bezahlt.

Was eine Profi-Nanny ausmacht

Eltern vertrauen dir ihr Wertvollstes an. Wer mehr kann als nur aufpassen, wird weiterempfohlen und besser bezahlt. Darauf kommt es an:

Sicherheit & Notfälle

Gefahren erkennen, bevor etwas passiert, und im Ernstfall richtig reagieren.

Entwicklung verstehen

Wissen, was Kinder in welchem Alter brauchen - und was normal ist.

Eltern-Kommunikation

Erwartungen klären, Grenzen setzen und professionell auftreten.

Deine Rechte kennen

Fair angestellt sein und selbstbewusst über Lohn und Bedingungen sprechen.

Gratis · mit ZertifikatClino Academy

Nanny & Kinderbetreuung

Sicherheit, Entwicklung und Profi-Wissen für die Betreuung von Kindern.

  • ~40 Min.
  • in deiner Sprache
  • PDF-Zertifikat mit QR-Code
Gratis Kurs starten

Nicht sicher, welcher Kurs? → Kursberater

Introducing yourself as a nanny

Keller

online

Hello Mrs Keller, I saw your ad. I've worked as a nanny for four years, caring for children from 1 to 10 warmly and reliably, and I hold a first-aid certificate. I'm well available in the afternoons. May I introduce myself briefly?

15:05

Hello! Yes, that sounds very good. Would you have time on Thursday?

15:30

Gladly, Thursday works for me. See you then and thank you!

15:33
Message

Deine ersten Schritte als Nanny

Du musst nicht alles auf einmal können. Diese vier Schritte bringen dich von 'Ich mag Kinder' zu 'Ich arbeite als professionelle, fair angestellte Nanny'.

1

Mach dich startklar

Ein Erste-Hilfe-Kurs für Kinder und etwas Erfahrung (Geschwister, Babysitten, Praktikum) reichen für den Anfang. Ein Zertifikat hilft dir, dich abzuheben.

2

Finde eine Familie

Über Plattformen, Aushänge, Kitas oder Empfehlungen. Sei klar, was du anbietest: Alter der Kinder, Stunden und Aufgaben.

3

Vereinbart Lohn und Bedingungen

Haltet Stundenlohn, Arbeitszeiten, Ferien und Kündigungsfrist schriftlich fest, bevor du anfängst.

4

Lass dich anmelden

Die Familie meldet dich bei der Ausgleichskasse an und versichert dich. Erst dann bist du wirklich abgesichert.

Bevor du zusagst: Warnsignale

Die meisten Familien meinen es gut. Diese Angebote lehnst du trotzdem ab, oder du verhandelst sie zuerst nach.

  • Niemals schwarz arbeiten

    Bargeld «auf die Hand» kostet dich AHV-Rente, Unfallversicherung und Arbeitslosengeld und beide Seiten riskieren Nachzahlungen. Bestehe auf einer Anmeldung.

  • Eine seriöse Agentur verlangt von DIR kein Geld

    Vermittlungs- und Temporärbüros werden vom Arbeitgeber bezahlt. Will eine «Agentur» Geld von dir für Job oder Bewilligung. Geh weg, das ist illegal.

  • Vorsicht vor «Permit-Brokern»

    Niemand kann einer Reinigungs-/Pflegekraft aus dem Ausland für eine normale Familie eine Bewilligung «besorgen». Zahle nie dafür; prüfe alles auf sem.admin.ch.

  • Bei Plattform-Leads meldet dich die Familie an

    Du bist nur versichert, wenn der Haushalt dich wirklich anmeldet (AHV ab dem ersten Franken). Bitte ihn, das über Clino zu erledigen.

Lass dir alles schriftlich geben, führ deine Stunden selbst mit und bestehe auf der Anmeldung. Wer das nicht will, hat einen Grund. Deine Rechte im Haushalt.

So wirst du korrekt angestellt

Eine korrekte Anstellung schützt dich: nur so bist du versichert, sammelst AHV-Beiträge für die Rente und hast bei Streit etwas in der Hand. Schwarzarbeit kostet dich genau diese Sicherheiten.

Bestehe auf einer korrekten Anmeldung

Wirst du schwarz bezahlt, sparst du kurzfristig vielleicht ein paar Franken Abzüge - verlierst aber Unfallversicherung, Rentenbeiträge, Lohn bei Krankheit und jeden rechtlichen Schutz. Im Schadensfall stehst du allein da. Eine saubere Anmeldung ist dein Sicherheitsnetz, nicht dein Verlust.

Viele Familien wissen nicht, wie die Anmeldung geht - du kannst sie darauf ansprechen. Clino bereitet Vertrag, Lohnabrechnung und Anmeldung für die Familie vor zum Festpreis von CHF 19.90 pro Monat.

So meldet dich deine Familie bei der AHV an.

Arbeitest du ohne Vertrag?

Wir helfen dir kostenlos, deine Arbeitssituation zu verstehen und zu klären. Schreib uns oder hinterlasse deine Daten. Wir melden uns persönlich.

Kurz vorweg — wo bist du gerade?

Häufige Fragen

Brauche ich eine Ausbildung, um als Nanny zu arbeiten?
Nein, eine formale Ausbildung ist nicht vorgeschrieben. Ein Erste-Hilfe-Kurs (Kinder) und ein Nachweis deiner Kenntnisse erhöhen aber Vertrauen und Lohn deutlich.
Muss ich als Nanny Steuern und AHV zahlen?
Ja. Auf deinen Lohn werden AHV/IV/EO und ALV abgerechnet, das ist Pflicht und sichert dir später eine Rente. Die Familie zieht deinen Anteil ab und überweist alles an die Ausgleichskasse.
Was ist der Unterschied zwischen Nanny, Babysitterin und Au-pair?
Eine Nanny betreut regelmässig und ist angestellt. Babysitten ist meist gelegentlich. Ein Au-pair lebt in der Familie und bekommt Kost, Logis und ein Taschengeld nach speziellen Regeln.
Wie viel Ferien stehen mir zu?
Mindestens 4 Wochen bezahlte Ferien pro Jahr (5 Wochen, wenn du unter 20 bist). Bei Teilzeit anteilig. Feiertage zählen nicht als Ferientage.
Lohnt sich ein Zertifikat als Nanny?
Ja. Ein Zertifikat zeigt Familien, dass du Sicherheit, Entwicklung und Kommunikation ernst nimmst. Das Clino-Zertifikat für Nannys ist gratis, dauert rund 40 Minuten und du bekommst ein PDF mit QR-Code zum Vorzeigen.
Was verdient eine Babysitterin in der Schweiz?
Üblich sind CHF 20 bis 30 pro Stunde, je nach Stadt, Erfahrung und Anzahl Kinder. Der NAV-Mindestlohn von CHF 20.35 greift ab 5 Stunden pro Woche bei derselben Familie. AHV: Erwachsene ab dem ersten Franken; unter 25 bleibt der Lohn bis CHF 750 pro Familie und Jahr AHV-frei.

Weiterführende Ratgeber

Werde eine Profi-Nanny - gratis

Lerne in 6 kurzen Modulen Sicherheit, Entwicklung und Eltern-Kommunikation. Am Ende hältst du dein Zertifikat in der Hand.

Neu

Lass dich legal anstellen, ohne das schwierige Gespräch

Wir bereiten dein persönliches Anstellungs-Paket vor und schicken es deinem Arbeitgeber in seiner Sprache. Kostenlos.

+ CHF 50 für dich, wenn er dich anmeldet

Paket erstellen (2 Min.)
Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino

Geprüft Juli 2026