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Betreuerin werden in der Schweiz: Das verdienst du wirklich - und so machst du es von Anfang an sauber und sicher

Du möchtest ältere Menschen zu Hause begleiten und damit deinen Lebensunterhalt verdienen? Das ist ein echter Beruf mit fairem Lohn und klaren Rechten. Hier erfährst du, was realistisch ist, was du brauchst, welcher Kanton sich lohnt und wie du Schritt für Schritt loslegst, ohne in die Schwarzarbeit zu rutschen.

15. Juni 2026·Lesezeit: 12 Minuten
CHF
In short
Updated 6. August 2026

Als Betreuerin im Privathaushalt bist du eine ganz normale Angestellte: Du verdienst mindestens rund CHF 20.35 pro Stunde, hast Anspruch auf Ferien, Lohn bei Krankheit und Versicherung. Sprache, Lohn und Lebenskosten unterscheiden sich stark je nach Kanton, und Betreuung ist nicht Pflege.

  • Mindestlohn rund CHF 20.35/h; mit Erfahrung und Zertifikat verhandelst du mehr.
  • Lohn, Sprache und Lebenskosten variieren je Kanton - vergleiche, bevor du dich entscheidest.
  • Betreuung heisst begleiten, nicht pflegen: medizinische Handlungen bleiben bei der Spitex.

Clino ist keine Stellenvermittlung

Wir publizieren keine Jobs, stellen niemanden an und vermitteln keine Visa. Dieser Guide zeigt dir den korrekten Weg — wähl deine Situation:

Bevor du loslegst: das solltest du wissen

  • 1Als Angestellte im Privathaushalt bist du abgesichert: Vertrag, Lohnabrechnung, Sozialversicherungen und Unfallversicherung. Genau das unterscheidet einen echten Job von Schwarzarbeit und macht Ferien und Lohn bei Krankheit überhaupt durchsetzbar.
  • 2Bei Live-in-Einsätzen ist nicht jede Stunde Anwesenheit automatisch bezahlte Arbeitszeit - es gelten Regeln zu Arbeits-, Ruhe- und Pikettzeit. Klär das im Vertrag, bevor du zusagst.
  • 3Erfahrung plus ein anerkanntes Zertifikat schafft Vertrauen bei Familien - und ist dein stärkstes Argument, um über den Mindestlohn hinaus zu verhandeln. Der Seniorenbetreuungs-Kurs von Clino ist kostenlos.
  • 4Für den Start brauchst du eine Arbeitsberechtigung in der Schweiz, einen schriftlichen Vertrag und eine korrekte Lohnabrechnung. Clino bereitet Anmeldung und Sozialversicherungen für dich vor - so bist du ab Tag eins legal und versichert.

Was verdient eine Betreuerin in der Schweiz?

Auch in der Seniorenbetreuung gibt es keinen fixen Tarif. Untergrenze ist der kantonale Normalarbeitsvertrag (NAV) Hauswirtschaft, der für Betreuung und Haushalt im Privathaushalt gilt.

Die Höhe hängt von Erfahrung und Qualifikation ab. Bei Live-in-Betreuung zählen auch Präsenz- und Ruhezeiten - lass dir die Arbeitszeit klar im Vertrag festhalten.

CHF 20.35

ohne Qualifikation

CHF 22.30

mit 4+ Jahren Erfahrung oder EBA

CHF 24.55

mit EFZ oder 3-jähriger Grundbildung

Kost und Logis dürfen im Live-in teilweise angerechnet werden, aber nur in festgelegten Grenzen. Bestehe immer auf einer korrekten Lohnabrechnung - sie schützt dich.

So sieht eine korrekte Lohnabrechnung aus

Jeden Monat, schriftlich. Die Abzüge sind kein Verlust - jede Zeile kauft dir etwas. Tipp auf die Nummern:

LohnabrechnungMärz 2026

Maria Gonzalez, Betreuerin

1Stunden × Stundenlohn · 86.67 × CHF 22.301'932.74
2Ferienzuschlag · 8.33%161.00
3Bruttolohn2'093.74
4AHV/IV/EO · 5.3%110.97
5ALV · 1.1%23.03
6UVG Nichtberufsunfall · 1.432%29.98
7Quellensteuer · 5%104.69
8Nettolohn - das kommt an1'825.07
  1. 1

    Vergleich das mit deinen wirklich geleisteten Stunden. Schreib sie selbst mit.

  2. 2

    Deine 4 Wochen Ferien, bei Stundenlohn jeden Monat mitbezahlt statt später.

  3. 3

    Die Basis für alles Weitere - und die Zahl, die im Vertrag steht.

  4. 4

    Deine Rente. Dein Arbeitgeber zahlt denselben Betrag nochmals dazu, nicht du allein.

  5. 5

    Arbeitslosenversicherung: Taggeld, wenn die Stelle wegfällt.

  6. 6

    Unfallversicherung für die Freizeit. Berufsunfälle zahlt dein Arbeitgeber - ab der ersten Stunde.

  7. 7

    Im vereinfachten Verfahren ist deine Steuer damit erledigt. Keine Steuererklärung für diesen Lohn.

  8. 8

    Was auf dein Konto geht. Bar und ohne Abrechnung ist ein Warnzeichen.

Fehlt die AHV-Zeile, bist du nicht angemeldet

Dann ist es Schwarzarbeit - egal wie nett es gemeint ist. Ohne Anmeldung hast du keine Unfallversicherung, keinen Rentenbeitrag, kein Taggeld und keinen Beweis, dass du überhaupt gearbeitet hast.

Beispiel: 20 Std./Woche zu CHF 22.30/Std. in Zürich, vereinfachtes Verfahren (Löhne bis CHF 22'680/Jahr). Im ordentlichen Verfahren kommen BVG dazu und die Steuer wird normal veranlagt.

Rechne deinen Brutto- und Netto-Lohn aus.

CHF 10-30 für dich

Lass dich von deinem Arbeitgeber korrekt anmelden

Teile deinen persönlichen Link. Meldet dich dein Arbeitgeber über Clino an, bekommst du CHF 10 und nochmals CHF 20, sobald er aktiv ist. Und du bist legal angestellt und versichert.

Kein Konto nötig. Du bekommst deinen Link sofort.

Entscheidend ist nicht, wo du wohnst, sondern dein Pass

Viele lesen diesen Ratgeber von ausserhalb der Schweiz - oft aus Lateinamerika. Aber ob du arbeiten darfst, entscheidet nicht dein Wohnort, sondern dein Pass. Die Regel ist einfach: Mit einem EU/EFTA-Pass darfst du arbeiten; mit jedem anderen brauchst du bereits eine Bewilligung. Wähl das Land deines Passes.

EU/EFTA-Pass: arbeiten erlaubtAnderer Pass: Bewilligung nötigSchweiz: hier arbeitest du

EU/EFTA-Pass – du darfst arbeiten

Anderer Pass – Bewilligung nötig

Wähl das Land deines Passes

Tippe auf das Land deines Passes (oder «anderes») und sieh, was für dich gilt: Bewilligung und Lohnunterschied.

Welcher Kanton lohnt sich? Sprache, Lohn und Lebenskosten

Drei Dinge entscheiden, wo sich Betreuung für dich lohnt: die Sprache (du arbeitest in der Sprache der Familie), der durchschnittliche Lohn und die Lebenshaltungskosten. Filtere unten nach Sprachregion und sortiere nach dem, was dir wichtig ist.

Schweizer Karte: Lohn & Lebenskosten

ZHBELUURSZFRSOBLSHSGGRAGTGTIVDVSNEGEJU

Ø Bruttolohn CHF/Std.

≤2526–2728–29≥30

Zurich

DE
Ø Lohn
CHF 29/Std.
Lebenskosten
Hoch
Kinderzulage
CHF 215/Kind·Mt.
Anmeldung im Kanton Zurich ansehen

Kanton-Finder: Sprache, Lohn & Lebenskosten

Vergleiche Sprache, durchschnittlichen Lohn und Lebenshaltungskosten. Filtere nach Sprache und sortiere nach dem, was dir wichtig ist.

Sprachregion

Sortieren nach

Ø-Lohn = geschätzter Bruttostundenlohn im Privathaushalt (BFS). Lebenskosten und «Lohn/Kosten» sind eine grobe Orientierung (Miete + Preisniveau). Jobangebot und konkrete Miete deiner Stadt können das Bild verändern.

Wichtig: Ein hoher Lohn in Genf oder Zürich geht oft für die Miete drauf. In Kantonen wie Wallis, Jura oder Solothurn verdienst du etwas weniger, aber Miete und Krankenkasse sind tiefer - am Monatsende kann sogar mehr übrig bleiben.

Du passt nicht einfach nur auf - du gibst einem Menschen Sicherheit und Würde im Alltag. Tritt so auf, und werde so bezahlt.

Deine Rechte als angestellte Betreuerin

Sobald du regelmässig in einem Haushalt betreust, bist du Arbeitnehmerin nach Obligationenrecht. Diese Rechte gelten unabhängig vom Pensum - auch im Live-in:

Klare Arbeitszeit & Vertrag

Gerade im Live-in muss geregelt sein, wann du arbeitest, Pause hast und frei bist.

4 Wochen Ferien (5 unter 20)

Mindestens 4 Wochen bezahlte Ferien pro Jahr, anteilig bei Teilzeit.

Lohn bei Krankheit

Wirst du krank, läuft dein Lohn weiter - je nach Dienstjahren (z. B. Berner Skala).

Versichert ab der 1. Stunde

Deine Familie muss dich gegen Berufsunfälle versichern (UVG) und AHV abrechnen.

Live-in: Welche Stunden sind bezahlt?

Im Haus zu sein ist nicht dasselbe wie frei zu haben. Drei Kategorien, drei Regeln:

Arbeitszeit

Voll bezahlt zum vereinbarten Stundenlohn.

Präsenz- / Pikettzeit

Du musst da sein und jederzeit einspringen können. Muss entschädigt werden - ein tieferer vereinbarter Ansatz ist möglich, null ist es nicht.

Ruhezeit / Freizeit

Unbezahlt, aber dann muss sie auch wirklich frei sein: keine Rufbereitschaft, keine Unterbrechungen.

Wird deine Nacht regelmässig unterbrochen, ist sie keine Ruhezeit mehr. Genau darum ging es in Schweizer Gerichtsfällen zu 24-Stunden-Betreuung: unbezahlte Bereitschaft wurde nachträglich als Arbeitszeit eingestuft. Halte im Vertrag fest, welche Stunden in welche Kategorie fallen.

Kost und Logis: die offiziellen Ansätze

CHF 3.50

Frühstück

CHF 10.-

Mittagessen

CHF 8.-

Abendessen

CHF 11.50

Unterkunft

CHF 33.-

pro Tag

Das sind die AHV-Ansätze: CHF 990/Monat bei voller Kost und Logis. Sie werden deinem Barlohn für die AHV zugerechnet - und höchstens zu diesen Beträgen an den Mindestlohn angerechnet. Ein Zimmer ersetzt deinen Lohn nicht.

An elderly hand resting gently, warm window light

Was ist realistisch - und was nicht?

Ehrlich gesagt: Betreuung ist ein guter Einstieg, aber kein Goldesel und keine Pflegeausbildung im Schnelldurchlauf. So sieht es wirklich aus:

Eher nicht

  • Sofort als Pflegefachfrau arbeiten - medizinische Pflege braucht eine Ausbildung.
  • Ohne Deutsch-, Französisch- oder Italienischkenntnisse die meisten Stellen bekommen.
  • Als Nicht-EU/EFTA-Bürgerin einfach so eine Arbeitsbewilligung erhalten.
  • Mit 24/7-Live-in reich werden - Ruhezeiten sind Pflicht, Daueranwesenheit ist nicht Dauerarbeit.

Realistisch

  • Als Quereinsteigerin starten - viele Familien suchen Herz und Verlässlichkeit, nicht nur Diplome.
  • Mit Erfahrung und einem Zertifikat über dem Mindestlohn verhandeln.
  • Teilzeit, stundenweise oder Live-in - du wählst das Modell, das zu dir passt.
  • Mit der Zeit Stammkundschaft und Weiterempfehlungen aufbauen.

Introducing yourself as a carer

Brauchli

online

Hello Mrs Brauchli, I heard you're looking for someone. I've been caring for elderly people for six years: walks, cooking and help around the house, with patience and warmth. I'm available in the mornings. May I introduce myself?

10:20

Hello, yes, gladly. It's for my mother (82). When would you be free?

10:42

I'd be very glad to. Wednesday afternoon would suit me, and I'd get to meet your mother too. See you then!

10:45
Message

Deine ersten Schritte als Betreuerin

Du musst nicht alles auf einmal können. Diese vier Schritte bringen dich von 'Ich möchte helfen' zu 'Ich arbeite als professionelle, fair angestellte Betreuerin'.

Was du zum Start brauchst

1

Klär deine Voraussetzungen

Bewilligung, Sprache und ein Erste-Hilfe-Kurs sind die Basis. Ein Zertifikat hilft dir, dich abzuheben.

2

Mach dich sichtbar

Über Plattformen, Spitex-Umfeld, Aushänge oder Empfehlungen. Sei klar, was du anbietest: Stunden, Live-in oder nicht, deine Sprachen.

3

Vereinbart Lohn, Zeiten und Grenzen

Haltet Stundenlohn, Arbeits- und Ruhezeiten, Ferien und Kündigungsfrist schriftlich fest - und was zu deinen Aufgaben gehört und was nicht.

4

Lass dich korrekt anmelden

Die Familie meldet dich bei der Ausgleichskasse an und versichert dich. Erst dann bist du wirklich abgesichert.

Bestehe auf einer korrekten Anmeldung

Wirst du schwarz bezahlt, sparst du kurzfristig vielleicht ein paar Franken Abzüge - verlierst aber Unfallversicherung, Rentenbeiträge, Lohn bei Krankheit und jeden rechtlichen Schutz. Im Schadensfall stehst du allein da. Eine saubere Anmeldung ist dein Sicherheitsnetz, nicht dein Verlust.

Bevor du zusagst: Warnsignale

Die meisten Familien meinen es gut. Diese Angebote lehnst du trotzdem ab, oder du verhandelst sie zuerst nach.

  • Niemals schwarz arbeiten

    Bargeld «auf die Hand» kostet dich AHV-Rente, Unfallversicherung und Arbeitslosengeld und beide Seiten riskieren Nachzahlungen. Bestehe auf einer Anmeldung.

  • 24-Std.-Betreuung: Pikettzeit muss bezahlt sein

    Bei Live-in-Stellen gab es Gerichtsfälle wegen unbezahlter Nacht-/Bereitschaftszeit. Wähle Agenturen, die Pikett bezahlen und den NAV/GAV-Lohn einhalten.

  • Eine seriöse Agentur verlangt von DIR kein Geld

    Vermittlungs- und Temporärbüros werden vom Arbeitgeber bezahlt. Will eine «Agentur» Geld von dir für Job oder Bewilligung. Geh weg, das ist illegal.

  • Vorsicht vor «Permit-Brokern»

    Niemand kann einer Reinigungs-/Pflegekraft aus dem Ausland für eine normale Familie eine Bewilligung «besorgen». Zahle nie dafür; prüfe alles auf sem.admin.ch.

  • Bei Plattform-Leads meldet dich die Familie an

    Du bist nur versichert, wenn der Haushalt dich wirklich anmeldet (AHV ab dem ersten Franken). Bitte ihn, das über Clino zu erledigen.

Lass dir alles schriftlich geben, führ deine Stunden selbst mit und bestehe auf der Anmeldung. Wer das nicht will, hat einen Grund. Deine Rechte im Haushalt.

Gratis · mit ZertifikatClino Academy

Seniorenbetreuung

Würdevolle Betreuung zu Hause: Sicherheit, Demenz-Wissen und deine Grenzen.

  • ~45 Min.
  • in deiner Sprache
  • PDF-Zertifikat mit QR-Code
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Was eine Profi-Betreuerin ausmacht

Familien vertrauen dir einen geliebten Menschen an. Wer Sicherheit und Würde verbindet, wird weiterempfohlen und besser bezahlt:

Sturzprävention

Stürze sind die häufigste Gefahr - du erkennst Risiken und entschärfst sie.

Notfälle erkennen

Einen Schlaganfall früh erkennen (FAST) und richtig reagieren.

Demenz verstehen

Menschen mit Demenz ruhig und würdevoll begleiten.

Rolle & Grenzen

Wissen, was du darfst - und wann die Spitex übernimmt.

Der Notfall-Spick

Zwei Dinge, die du auswendig können solltest. Mach einen Screenshot.

Schlaganfall erkennen: FAST

  • F

    Face

    Gesicht hängt einseitig (lächeln lassen)

  • A

    Arms

    Ein Arm kann nicht gehoben werden

  • S

    Speech

    Sprache verwaschen, wirre Wörter

  • T

    Time

    Sofort 144, jede Minute zählt

Am Telefon der Reihe nach: wo, was, wie viele, welcher Zustand, wer ruft an. Dann nicht auflegen, bis die Zentrale es sagt.

Speichere diese Nummern jetzt

  • 144

    Ambulanz - Notfall, Verletzung, Schlaganfall, Herzinfarkt

  • 145

    Tox Info Zentrum - Vergiftung, z.B. falsch eingenommene Medikamente

  • 117

    Polizei

  • 118

    Feuerwehr

  • 143

    Die Dargebotene Hand - Sorgentelefon, 24/7

Dazu gehören in deine Liste: die Nummer der Familie, der Spitex und des Hausarztes.

Das ganze Modul im Gratis-Kurs

Betreuung ist nicht Pflege - und warum das wichtig ist

Du darfst im Alltag unterstützen: Gesellschaft, Haushalt, Begleitung, Erinnern an Medikamente. Pflegerische Handlungen (Wunden, Spritzen, Medikamente verabreichen) gehören zur Spitex oder zu Fachpersonen.

Darf ich das? Deine Aufgaben auf einen Blick

Die häufigste Frage am ersten Tag. Diese drei Spalten beantworten sie.

Das ist dein Job

Betreuung - du darfst das ohne Ausbildung

  • Gesellschaft leisten, zuhören, reden, vorlesen
  • Kochen, Haushalt, Einkaufen, Wäsche
  • Spaziergänge und Begleitung zu Terminen
  • An Medikamente erinnern und das vorbereitete Döschen hinstellen
  • Beim Anziehen und Waschen unterstützen
  • Auf Stolperfallen und Sicherheit achten
  • Den Tag kurz dokumentieren

Nur mit Instruktion

Graubereich - schriftlich festhalten, wer dich einweist

  • Umlagern, Heben, Transfer ins Bad
  • Kompressionsstrümpfe anziehen
  • Blutdruck oder Blutzucker messen
  • Intimpflege und Inkontinenzmaterial
  • Bewegungsübungen aus der Physiotherapie

Niemals ohne Ausbildung

Pflege - das gehört der Spitex oder Fachpersonen

  • Wunden versorgen und verbinden
  • Spritzen setzen, auch Insulin
  • Medikamente verabreichen statt nur erinnern
  • Dosierung ändern oder Medikamente weglassen
  • Katheter, Stoma, Sonde

Der Graubereich ist kein Nein - aber lass ihn dir von der Spitex oder vom Arzt zeigen und halte im Vertrag fest, was dazugehört. Im Zweifel gilt: nachfragen, dokumentieren, an die Spitex verweisen.

Diese Grenze schützt auch dich

Wer pflegerische Handlungen ohne Ausbildung übernimmt, trägt im Schadensfall die Verantwortung. Im Zweifel: nachfragen, dokumentieren und an die Spitex verweisen.

Eine korrekte Anstellung schützt dich: nur so bist du versichert und sammelst AHV für die Rente. Clino bereitet Vertrag, Lohn und Anmeldung für die Familie vor zum Festpreis von CHF 19.90 pro Monat.

So stellt dich die Familie korrekt an.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Pflegeausbildung?
Nein, für nicht-medizinische Betreuung nicht. Ein Erste-Hilfe-Kurs und Grundwissen zu Sturz, Demenz und Notfällen erhöhen aber Vertrauen und Lohn deutlich.
Was ist bei Live-in-Betreuung speziell?
Arbeits-, Präsenz- und Ruhezeiten müssen geregelt sein. Daueranwesenheit ist nicht gleich Dauerarbeit - und Kost/Logis dürfen nur begrenzt an den Lohn angerechnet werden.
Darf ich Medikamente geben?
An Medikamente erinnern und bereitstellen ja, das eigentliche Verabreichen oder pflegerische Handlungen gehören zur Spitex. Im Zweifel: nachfragen und dokumentieren.
Muss ich AHV und Steuern zahlen?
Ja. Auf deinen Lohn werden AHV/IV/EO und ALV abgerechnet, das ist Pflicht und sichert dir später eine Rente.
Lohnt sich ein Zertifikat?
Ja. Es zeigt Familien, dass du Sicherheit, Demenz und Notfälle ernst nimmst. Das Clino-Zertifikat Seniorenbetreuung ist gratis, dauert rund 45 Minuten und du erhältst ein PDF mit QR-Code.
Kann ich ohne EU-Pass als Betreuerin arbeiten?
Schwieriger. EU/EFTA-Bürgerinnen können sich frei anstellen lassen. Für Drittstaaten braucht es eine Arbeitsbewilligung - oft läuft das über eine bestehende Aufenthaltsbewilligung (z. B. Familiennachzug). Kläre deinen Status, bevor du zusagst.
Muss ich die Sprache der Familie sprechen?
Grundkenntnisse sind fast immer nötig - für Kommunikation, Sicherheit und Notfälle. In der Romandie ist es Französisch, im Tessin Italienisch, sonst meist (Schweizer-)Deutsch. Wähle deinen Kanton auch danach.
Kann ich als Betreuerin in der Schweiz arbeiten, wenn ich keinen EU/EFTA-Pass habe?
Nur mit einer Bewilligung, die dir den Arbeitsmarktzugang erlaubt. Eine neue Arbeitsbewilligung allein für Haushalts- oder Betreuungsarbeit erhalten Drittstaatsangehörige praktisch nicht. Du kannst arbeiten, wenn du bereits eine passende Bewilligung hast - etwa über Familiennachzug, Ehe mit einer Schweizer oder EU/EFTA-Person, eine Niederlassungs- oder Aufenthaltsbewilligung (C/B mit Arbeitsrecht) oder einen Schutz-/Asylstatus. EU/EFTA-Bürgerinnen dürfen dank Personenfreizügigkeit ohne Weiteres arbeiten. Mehr dazu, welche Bewilligung genau infrage kommt: der ausführliche Guide ohne EU-Pass.

Weiterführende Ratgeber

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Paket erstellen (2 Min.)
Salvador Jovells

Salvador Jovells, Gründer von Clino

Geprüft Juli 2026